Klartext im Westen

Der NRW-Wirtschaftsblog

Schlagwort: Wirtschaft (Seite 1 von 4)

Was Europa für die NRW-Wirtschaft bedeutet

Von Prof. Dr. Andreas Pinkwart

Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

Die kommende Europawahl ist die spannendste, die es bislang gab. Das liegt aber leider nicht in erster Linie daran, dass unterschiedliche Zukunftskonzepte gegeneinander antreten und die Parteien konstruktiv über die Ausrichtung einer gemeinsamen Finanz-, Wirtschafts-, Forschungs-, Außen- und Klima-/Energiepolitik streiten. Der Grund für die Spannung liegt vor allem darin, dass sich alle fragen, wie viele Europagegner künftig im Europaparlament sitzen – mit dem erklärten Ziel, die EU von innen zu schwächen.

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Das Herz Nordrhein-Westfalens schlägt europäisch

Von Dr. Stephan Holthoff-Pförtner

Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen liegt im Herzen Europas – wie kein Bundesland profitieren wir von der europäischen Einigung. Acht unserer zehn wichtigsten Exportziele befinden sich heute in der Europäischen Union. Besonders intensiv sind die Handelsbeziehungen mit den Niederlanden, Frankreich und dem Vereinigten Königreich. 2017 gingen zwei von drei Exportgütern der nordrhein-westfälischen Wirtschaft in die EU – das sind Waren im Wert von mehr als 125 Milliarden Euro. Weiterlesen

Die Zukunft Europas liegt in unseren Händen

Von Hans Jürgen Kerkhoff

Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl

Europa und Stahl – beides ist historisch eng miteinander verwoben. Liegt der Ursprung der Europäischen Union doch in der früheren Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS). Seitdem ist die Stahlindustrie in Europa fest mit dem europäischen Projekt verbunden. Und auch heute bekennt sich die Branche in Deutschland zum gemeinsamen Staatenverbund. Deswegen haben die Stahlunternehmen ihre Belegschaften dazu aufgerufen, sich am 26. Mai 2019 an der Europawahl zu beteiligen.

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Wir brauchen mehr Europa, nicht weniger

Von Egbert Neuhaus

Geschäftsführender Gesellschafter der M. Westermann & Co. GmbH und Vorsitzender des Unternehmensverbandes Westfalen-Mitte

Eines mal vorab: Wir bei der Firma WESCO zeigen Flagge für Europa. Seit einigen Wochen flattert die Europaflagge vor dem Eingang zum Stammsitz meines Unternehmens in Arnsberg. Es ist mir ein inneres Bedürfnis, mich auch öffentlich sichtbar zu einem starken und geeinten Europa zu bekennen. Ich gehe davon aus, dass in den nächsten Wochen auch noch viele andere Betriebe in Nordrhein-Westfalen Europaflaggen hissen werden. Was mich besonders freut: Ich weiß, dass viele unserer Mitarbeiter unser Bekenntnis für Europa gut finden. Das ist nicht selbstverständlich. Bei uns im Unternehmen wird ohnehin derzeit viel über Europa gesprochen. Etwa darüber, dass jüngst eine Million Briten auf die Straße gegangen sind, um gegen den Brexit zu demonstrieren. Weiterlesen

Europa besser machen – eine historische Chance

Von Michael Bröcker

Chefredakteur Rheinische Post

Wie bitte? Ein positiver Text zu Europa? Ausgerechnet jetzt. Es geht doch alles den Bach runter mit dem angeblichen Zukunfts- und Schicksalsprojekt Europa (Helmut Kohl). Die Briten wollen uns verlassen, die Italiener wollen den Stabilitätspakt austricksen, die Ungarn liebäugeln mit illiberalen Demokratien und in Frankreich demonstrieren Tausende gegen den Liebling der Herzenseuropäer. Zerstritten in der Migrationsfrage, zerrieben zwischen Europaskeptikern in Washington und Europagegnern im Osten. Verschuldet, alt, träge. Weiterlesen

Werte-Koalition wider die digitale Diktatur

Von Rainer Maria Woelki

Kardinal der römisch-katholischen Kirche und Erzbischof von Köln

Europa ist die Wiege von Demokratie und Freiheit. Doch damit sei es bald vorbei. So sieht es der Bestsellerautor Yuval N. Harari in seinem jüngsten Buch „21 Lektionen für das 21. Jahrhundert“: Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Big Data usw. übernehmen bald das Kommando. Algorithmen spähen immer mehr unsere Gefühle aus und machen sich die Menschen gefügig. Eine Avantgarde baut schleichend eine digitale Diktatur auf, hält die Untertanen in Schach, ohne dass diese das als bedrohlich wahrnehmen. Das Ende der Freiheit sei also schon angebrochen. Und die meisten Menschen werden überflüssig. Was dann wohl aus denen wird? Weiterlesen

Wenn es Europa nicht gäbe, wir müssten es erfinden

Von Prof. Dr. Andreas Pinkwart

Minister für Wirtschaft, Innovation, Digistalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

Mit der Wahl des Europäischen Parlaments im Mai 2019 steht uns eine richtungsweisende Wahl für die Zukunft Europas bevor. Denn noch nie war es so wichtig, dass sich Menschen für die europäische Idee einsetzen und europafeindlichem Populismus die Stirn bieten. Die Rolle Europas als Fundament von Freiheit, Frieden und Demokratie hat sich über Jahrzehnte bewährt. Seiner wachsenden Bedeutung für fairen Welthandel, digitalen Fortschritt, Klimaschutz und Energie sowie innere und äußere Sicherheit müssen wir uns noch bewusster werden und uns gezielt auf die gemeinsame Gestaltung dieser Themen konzentrieren. Oder anders gewendet: Wenn es Europa nicht gäbe, wir müssten es erfinden!  Weiterlesen

Es geht um die Zukunft unseres Kontinents

Von Arndt G. Kirchhoff

Präsident von unternehmer nrw und CEO der Kirchhoff Holding GmbH und Co. KG

Wir leben in turbulenten Zeiten. Mitten im Spannungsfeld vieler weltpolitischer Krisenherde steht Europa vor einem ganz entscheidenden Jahr. Da ist zunächst der Brexit: Käme es, wie von vielen befürchtet, am 29. März dieses Jahres zu einem „harten“ EU-Austritt der Briten, würde dies unweigerlich dramatische Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft haben. Ungeachtet der selbst heute noch schwer zu beziffernden Kosten trifft uns Deutsche vor allem der Umstand, dass mit Großbritannien ein wichtiger Verbündeter und verlässlicher Partner die Europäische Union verlässt, dessen Wertegerüst und wirtschaftliche Grundüberzeugung zu Wettbewerb und Marktwirtschaft jener der Deutschen ähneln.

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Migrantenunternehmen: Wichtiger Erfolgsfaktor für Nordrhein-Westfalen

Von Serap Güler

Integrationsstaatssekretärin des Landes Nordrhein-Westfalen

Was haben eine Personalmanagementfirma, ein medizinisches Versorgungszentrum für Zahnheilkunde und ein Übersetzungs- und Dolmetscherdienst gemeinsam? Sie sind Unternehmen aus NRW, sorgen mit ihren Innovationen dafür, dass unser Leben leichter wird – und: Sie werden von Migrantinnen und Migranten geführt. Drei Beispiele, die zeigen, wie vielfältig unsere Wirtschaft ist.

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Industriemüdigkeit vorbeugen – Mehr Wertschätzung für Wertschöpfung

Von Karl-Josef Laumann

Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

Wenn ich die Zeitung aufschlage, gewinne ich mehr und mehr den Eindruck, dass in Deutschland ein neuer Trend um sich greift. Ich würde ihn „Industriemüdigkeit“ nennen. Die Ansiedlung moderner Fabriken, große Infrastrukturprojekte sowie günstige und versorgungssichere Energie stoßen in der öffentlichen Diskussion zunächst auf generelle Skepsis – örtlich sogar auf erheblichen Widerstand. Stattdessen begeistern sich die Menschen für grüne Energien und breite Fahrradstraßen in den Innenstädten, smarte Start-Ups und kleine Manufakturen. Das sind populäre, mehrheitsfähige Themen. Weiterlesen

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