Klartext im Westen

Der NRW-Wirtschaftsblog

Schlagwort: Wirtschaft (Seite 1 von 7)

#NRWirtschaftBildetAus – Ausbildungschancen jetzt nutzen!

Von Holger Bentler

Vorsitzender des Bildungswerks der Nordrhein-Westfälischen Wirtschaft e. V. und Leiter Ausbildung NRW sowie Leiter IT and Processes Siemens Berufsbildung

Auch in diesem Jahr werden im Herbst wieder viele junge Menschen eine duale Ausbildung beginnen. Sie haben damit eine gute Wahl getroffen. Denn eine Ausbildung ist nicht nur immer noch, sondern heute und auch morgen erst recht eine hervorragende Grundlage für eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Unternehmen brauchen für ihre Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit gut qualifizierte Fachkräfte. Und das gilt in Zukunft noch viel mehr. Denn Prognosen zeigen, dass aufgrund der demographischen Entwicklung der Mangel an beruflich qualifizierten Fachkräften deutlich zunehmen wird.

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Welche Lehren ziehen wir aus dieser Pandemie-Erfahrung?

Von Dr.-Ing. Hans-Toni Junius

Vorsitzender der Geschäftsführung und geschäftsführender Gesellschafter der Waelzholz Gruppe, Vorsitzender des Vorstands BDI/BDA Mittelstandsausschuss

Die COVID-19 Pandemie hat die industriellen Lieferketten in Deutschland und in NRW zunächst in einen Schock versetzt. Im 2. KQ 2020 ist die Produktion der deutschen Automobilindustrie im Vergleich zum Vorjahresquartal um mehr als 60 % geschrumpft. Der April war mit -97 % ein Totalausfall. Nachdem die Pandemie aus Asien nach Europa schwappte, waren plötzlich abrupte Störungen in den Lieferketten zu beobachten, die zu Fabrikstillständen führten und einen hohen Stress im bewährten industriellen Netzwerk unseres Landes erzeugten.

Globale Lieferketten, die für ein exportstarkes Land überlebenswichtig und selbstverständlich sind, wurden durch staatlich verordnete Lockdowns, Grenzschließungen und andere Behinderungen des Welthandels plötzlich abgetrennt und haben ganze Wirtschaftsbereiche gelähmt. Infolge dieser Entwicklung gingen die Umsätze in industriellen Lieferketten im gleichen Zeitraum um mehr als die Hälfte zurück.

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Modernisierung von Staat und Gesellschaft

Von Dr. Hubertus Bardt

Geschäftsführer und Leiter Wissenschaft beim Institut der deutschen Wirtschaft

Bereits seit 2018 sieht sich die Industrie einem konjunkturellen Abschwung ausgesetzt, die langanhaltende Wachstumsphase war erst einmal unterbrochen. Die Corona-Krise machte die Aufschwunghoffnungen zunichte und brachte einen nicht gekannten Absturz – und eine schnelle, aber nicht vollständige Erholung. Und mit der Digitalisierung und den immer strenger werdenden politischen Vorgaben zum Abbau von Treibhausgasemissionen stehen zwei Herausforderungen auf der Tagesordnung, die schon für sich genommen alle Aufmerksamkeit verlangen.

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Vor die Welle kommen: Energiewende und Wirtschaftsstandort

Von Dr. Leonhard Birnbaum

CEO E.ON SE

Seit über einem Jahr schon prüft die Corona-Pandemie unser Wirtschaftsland auf Herz und Nieren. Das Geschäftsjahr ist für viele Unternehmen nicht mehr in Quartale unterteilt, sie planen von Tag zu Tag, von Woche zu Woche. Mit bangem Blick auf Infektionsgeschehen und föderales Krisenmanagement sind sie immer wieder gezwungen, sich neu zu erfinden. Ein Extrembeispiel dafür, dass Resilienz vor allem eines bedeutet: Anpassungsfähigkeit.

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Aus dem Morgen denken

Von Matthias Kerkhoff MdL

Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion NRW

Dieser Beitrag entsteht mitten im Lockdown. Die Gemütslage vieler Menschen, die ich als Abgeordneter treffe, lässt sich wahlweise als angespannt, genervt oder resigniert beschreiben. Kein Wunder, Corona zerrt an den Nerven und Corona hinterlässt Spuren. Spuren auf der Seele jedes Einzelnen, Spuren in Auftragsbüchern und Jahresabschlüssen von Unternehmen, Spuren in den öffentlichen Haushalten aller Ebenen.

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Freiheit und Fortschritt durch Innovation

Von Dr. Joachim Stamp

Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

Wir haben in unserer Gesellschaft während der Corona-Krise lange Zeit eine große Solidarität untereinander erlebt. Der Großteil der Bürgerinnen und Bürger hat auch harte Maßnahmen der Politik mitgetragen. Dieser Rückhalt bröckelt zunehmend, wenn Perspektiven fehlen. Grundrechtseingriffe dürfen nicht zu einer Selbstverständlichkeit werden, sonst verschieben sich die Achsen in unserem freiheitlichen Rechtsstaat.

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Unsere Wirtschaft braucht Perspektiven und unser Land ein Modernisierungsjahrzehnt

Von Armin Laschet

Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen

Seit nunmehr gut einem Jahr bestimmt die Corona-Pandemie unser aller Leben, Arbeiten und Wirtschaften. Mit jedem Tag wachsen die sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Belastungen. Die Pandemie ringt uns allen große Opfer ab.

Unser aller Gesundheit zu schützen und Menschenleben zu retten sind wichtige Ziele in dieser Zeit. Voraussetzung hierfür ist es, das Infektionsgeschehen kontrollieren zu können sowie exponentiell anwachsende Infektionszahlen und die Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. Die Erfahrungen weltweit zeigen, dass dies vor allem durch die konsequente Minimierung sozialer Kontakte und die Einschränkung von Mobilität gelingt. Die umfassenden Maßnahmen, die Bund und Länder ergriffen haben, waren und sind daher richtig. Für die grundsätzliche Unterstützung durch die Bürgerinnen und Bürger ebenso wie durch die Wirtschaft bin ich sehr dankbar. Sie hat wesentlich dazu beigetragen, dass Deutschland im internationalen Vergleich bisher gut durch diese Krise gekommen ist. 

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Zukunftsorientiert aus der Krise

Von Verena Schäffer

Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Landtag NRW

Die gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie sind für viele Menschen massiv und existenziell. Wie unter einem Brennglas zeigt „Corona“ die Widersprüche unserer Gesellschaft auf. Es sind neben anderen die Pflegekräfte und Kassierer*innen, deren Arbeit und persönliche Risiken in der Krise unverzichtbar sind. Großen Belastungen sind auch Eltern ausgesetzt, die zwischen Job, Kinderbetreuung und Distanzunterricht aufgerieben werden und sich Sorgen um ihre Zukunft und die ihrer Kinder machen. Auch frauenpolitisch bedeutet die Krise herbe Rückschläge, denn Frauen reduzierten ihre Arbeitszeit deutlich häufiger, um für die Kinder zu sorgen.

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Die Wirtschaft nicht komplett abwürgen!

Von Arndt G. Kirchhoff

Präsident von unternehmer nrw und CEO der KIRCHHOFF Holding GmbH und Co.KG

Die wirtschaftlichen Schäden nehmen mit jeder Woche im Lockdown weiter dramatisch zu. Tatsache ist, dass gerade tausende von Betrieben gemeinsam mit ihren Beschäftigten um ihr wirtschaftliches Überleben kämpfen. Viele direkt oder indirekt vom Lockdown betroffene Betriebe wissen nicht mehr, wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollen. Das Eigenkapital ist häufig nahezu aufgebraucht. Die Verzweiflung ist groß. Und die Auszahlung der zugesagten Finanzhilfen dauert viel zu lange. Viele stehen vor dem Aus.

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Öffentlicher Dienst als wichtiger Wirtschaftsfaktor

Von Roland Staude

Vorsitzender des Deutschen Beamtenbundes Nordrhein-Westfalen

Es mag zunächst seltsam anmuten, in einem Wirtschaftsblog einen Bericht über den Öffentlichen Dienst zu lesen. Dabei ist der öffentliche Dienst, genauer gesagt, die institutionelle Infrastruktur die er zur Verfügung stellt, ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Das wird gerade in Krisenzeiten, wie auch jetzt inmitten der Corona-Pandemie, immer wieder deutlich. Denn nicht zuletzt auf Grund eines guten und stabilen Öffentlichen Dienstes ist Deutschland bisher besser durch die Krise gekommen als viele andere Länder.

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