Klartext im Westen

Der NRW-Wirtschaftsblog

Schlagwort: Revier

Innovationsoffensive Ruhr

Von Oliver Wittke MdB

Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie

Das Revier hat es selbst in der Hand

Die wohl letzte große Förderperiode für die Vollendung des Strukturwandels im Ruhrgebiet steht uns bevor. Diese Chance müssen Politik, Verwaltung und Unternehmen nutzen.

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Das Ruhrgebiet braucht Resultate — jetzt

Von Joachim Rumstadt

Vorsitzender der Geschäftsführung der STEAG GmbH

In deprimierender Regelmäßigkeit attestieren wissenschaftliche  Studien dem Ruhrgebiet: Die Menschen, die hier leben, sind überdurchschnittlich alt, sie sind überdurchschnittlich häufig arbeitslos, dem regionalen Arbeitsmarkt fehlt die erforderliche Dynamik. Zuletzt war es die Studie „Deutschlands Regionen im Vergleich“ des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), die zu dem Ergebnis kommt: In 19 von insgesamt 96 Regionen der Bundesrepublik besteht aufgrund schlechter Rahmendaten akuter Handlungsbedarf. Vier der 19 Regionen liegen in Nordrhein-Westfalen – sie ballen sich entlang der Ruhr.

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Das Ruhrgebiet fit machen: Kommunen entschulden und gute Arbeit fördern!

Von Anja Weber

Vorsitzende DGB NRW

Das Ruhrgebiet ist in mancher Hinsicht eine Vorzeigeregion. Der Strukturwandel ist hier deutlich besser gelungen als in anderen Bergbau- und Industrieregionen, zum Beispiel in England oder den USA. Das hat viel mit unserer starken Sozialpartnerschaft zu tun: Gewerkschaften und Unternehmen haben gemeinsam mit der Politik dafür gesorgt, dass kein Kumpel ins Bergfreie fiel und harte soziale Einschnitte verhindert. Auch die verschiedenen Ruhrkonferenzen haben einen positiven Beitrag geleistet. Mit dem milliardenschweren „Aktionsprogramm Ruhr“ startete Johannes Rau 1979 ein Modernisierungsprojekt, das in Wissenschaft und Hochschulen investierte, Beschäftigung förderte und die Umwelt entgiftete. Weiterlesen

Ruhrgebiete – Potentiale heben. Durchstarten jetzt

Von Josef Hovenjürgen

Generalsekretär der CDU Nordrhein-Westfalen

Das Ruhrgebiet, das viele noch als Region der tausend Feuer, als das Land von Kohle und Stahl kannten, existiert so nicht mehr. Die letzte Steinkohle im Ruhrgebiet wurde im Dezember des vergangenen Jahres gefördert. Ein Kohlestück ziert nun den Schreibtisch des Bundespräsidenten. Das Kapitel Steinkohleförderung ist definitiv beendet. Nun gilt es, ein neues Kapitel zu schreiben.

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Mit schwatte Klüsen in die Zukunft

Von Bernd Tönjes

Vorsitzender des Vorstands der RAG-Stiftung

Hier bei uns muss man nicht lange darüber nachdenken, was es hieß, wenn einem gesagt wurde:Bei den seine schwatte Klüsen isser sicher en Dokter vonne Püttrologie.“. Manche lässt das heute Schmunzeln, und viele kennen das noch – aber diese Zeiten sind vorbei. 

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Zuhören und vernetzen!

Von Dr. Marcus Korthäuer

Geschäftsführender Gesellschafter der ESPERA-Werke GmbH und Vorstandsvorsitzender der Unternehmerverbandsgruppe in Duisburg

Metropole Ruhr, Stadt der Städte – ein faszinierender Slogan, mit dem der Regionalverband Ruhr (RVR) seit einigen Jahren für einen der größten Ballungsräume in Europa Standortmarketing betreibt. Rund fünf Millionen Einwohner, 155.000 Unternehmen, 1,75 Millionen Arbeitsplätze – das sind imposante Zahlen. Doch wie viel Realität steckt in diesem Slogan? Kann man die Zahlen aus den 53 Städten der Metropolregion einfach addieren und so Stärke generieren?

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Die Steinkohle geht, der Strukturwandel bleibt

Von Dr. Jürgen-Johann Rupp

Vorstand Finanzen RAG Aktiengesellschaft

„Die Kohle geht, die Probleme im Ruhrgebiet bleiben“, wie oft wurde in jüngerer Zeit dieses Mantra kommuniziert. Aber auch so gegensätzliche Sätze wie „Der Strukturwandel ist beendet“ oder „Das Ruhrgebiet bleibt nach Kohle und Stahl abgehängt“, sind immer wieder zu lesen. Lebt und arbeitet man in dieser Region, so kann man feststellen, weder übergroße Skepsis noch zu großer Optimismus bestimmen die Lebenswirklichkeit der Entwicklung. Dabei fällt auf, dass in den öffentlichen Diskussionen weniger die positiven Beispiele als mehr die negativen Begleiterscheinungen des Wandels der Ruhrregion eine Rolle spielen. Schade eigentlich, denn es ist bereits Vieles bewegt worden und viel Positives auf dem Weg. Weiterlesen