Klartext im Westen

Der NRW-Wirtschaftsblog

Schlagwort: Politik (Seite 1 von 3)

Damit Europa stark bleibt, müssen wir es weiterentwickeln

Von Martin Schulz MdB

Von 2012 bis 2017 Präsident des Europäischen Parlaments

Selten in der jüngeren Geschichte unserer Welt war es deutlicher zu sehen, warum wir ein starkes und autonomes Europa brauchen: Wir sind mittendrin in einem Handelskrieg zwischen China und den USA. In Washington wird offen mit Strafzöllen auf deutsche Autos gedroht. Das Pariser Klimaschutzabkommen gerät durch den bevorstehenden Austritt der USA ins Wanken und die Spannungen mit dem Iran steigen. Die multilaterale Ordnung gerät in Unordnung. Angesichts dieser Lage brauchen wir ein Europa, das stark genug ist in der Welt für Frieden, Umwelt und Demokratie einzustehen. Dieses starke Europa gibt es aktuell noch nicht. Wenn wir aber wollen, dass Europa den Platz eines wertebasierten Stabilisators in der Welt einnimmt, dann muss sich einiges ändern. Weiterlesen

Europa – so geschätzt wie lange nicht

Von Jörg Schönenborn

Fernsehdirektor des Westdeutschen Rundfunks (WDR)

Vor genau 20 Jahren habe ich begonnen, in der ARD Wahlergebnisse zu analysieren. Wahlabende waren spannend, vor allem in einem „Superwahljahr“, wie wir es in diesem Jahr mit der Europawahl und vier Landtagswahlen vor uns haben. Wir haben ihnen gelassen entgegensehen, die Parteienwelt war übersichtlich. In Deutschland entschieden jahrzehntelang vor allem zwei Volksparteien die Wahlen. Weiterlesen

Wir brauchen mehr Europa, nicht weniger

Von Egbert Neuhaus

Geschäftsführender Gesellschafter der M. Westermann & Co. GmbH und Vorsitzender des Unternehmensverbandes Westfalen-Mitte

Eines mal vorab: Wir bei der Firma WESCO zeigen Flagge für Europa. Seit einigen Wochen flattert die Europaflagge vor dem Eingang zum Stammsitz meines Unternehmens in Arnsberg. Es ist mir ein inneres Bedürfnis, mich auch öffentlich sichtbar zu einem starken und geeinten Europa zu bekennen. Ich gehe davon aus, dass in den nächsten Wochen auch noch viele andere Betriebe in Nordrhein-Westfalen Europaflaggen hissen werden. Was mich besonders freut: Ich weiß, dass viele unserer Mitarbeiter unser Bekenntnis für Europa gut finden. Das ist nicht selbstverständlich. Bei uns im Unternehmen wird ohnehin derzeit viel über Europa gesprochen. Etwa darüber, dass jüngst eine Million Briten auf die Straße gegangen sind, um gegen den Brexit zu demonstrieren. Weiterlesen

Die Zukunft Europas menschlich gestalten

Von Prof. Dr. Holger Burckhart

Rektor der Universität Siegen

Vor zwanzig Jahren wurden im italienischen Bologna die Weichen für die Errichtung eines Europäischen Hochschulraums gestellt. Die Hochschulsysteme der europäischen Länder wurden einander angenähert und aufeinander abgestimmt mit dem Ziel, die Anerkennung von Abschlüssen zu erleichtern und die Mobilität aller Hochschulangehörigen zu fördern. Dieser Prozess, der aktuell als „Bologna 2020“ fortgeführt wird, hat im Hinblick auf den europäischen Gedanken eine enorme Strahlkraft entwickelt: Studierende und WissenschaftlerInnen lernen und forschen grenzüberschreitend und leben so die europäische Vereinigung vor.

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Die Europäische Union braucht eine klare Strategie

Von Friedrich Merz

Vorsitzender der Atlantik-Brücke e.V.

Wir sind Zeugen einer grundlegenden Neuordnung der politischen und ökonomischen Kraftzentren auf der Welt. Wir werden aber erst in vielen Jahren die ganze Dimension dieser Zeitenwende erkennen. Klar ist schon heute: So manche Gewissheit, von deren Unumstößlichkeit wir noch vor wenigen Jahren überzeugt waren, wird künftig nicht mehr gelten. Das zeigt schon allein der Blick in die Gegenwart. Weiterlesen

Europawahl am 26. Mai – Es geht ums Ganze

Von Dr. Peter Liese

Europaabgeordneter der CDU für Nordrhein-Westfalen in der Europäischen Volkspartei

Die Europawahlen am 26. Mai 2019 werden die wohl wichtigsten Wahlen zum Europäischen Parlament, die es jemals gab. Es geht jetzt ums Ganze.  Weiterlesen

Europa – mehr Demokratie wagen!

Von Dr. Margarete Haase

Vorsitzende kölnmetall

Europa ist mehr als die europäischen Institutionen.

Viele Bürger verbinden heute mit Brüssel eher Bürokratie und Probleme der Währungsunion als die große friedensstiftende europäische Idee der Nachkriegszeit.

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Europa besser machen – eine historische Chance

Von Michael Bröcker

Chefredakteur Rheinische Post

Wie bitte? Ein positiver Text zu Europa? Ausgerechnet jetzt. Es geht doch alles den Bach runter mit dem angeblichen Zukunfts- und Schicksalsprojekt Europa (Helmut Kohl). Die Briten wollen uns verlassen, die Italiener wollen den Stabilitätspakt austricksen, die Ungarn liebäugeln mit illiberalen Demokratien und in Frankreich demonstrieren Tausende gegen den Liebling der Herzenseuropäer. Zerstritten in der Migrationsfrage, zerrieben zwischen Europaskeptikern in Washington und Europagegnern im Osten. Verschuldet, alt, träge. Weiterlesen

Werte-Koalition wider die digitale Diktatur

Von Rainer Maria Woelki

Kardinal der römisch-katholischen Kirche und Erzbischof von Köln

Europa ist die Wiege von Demokratie und Freiheit. Doch damit sei es bald vorbei. So sieht es der Bestsellerautor Yuval N. Harari in seinem jüngsten Buch „21 Lektionen für das 21. Jahrhundert“: Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Big Data usw. übernehmen bald das Kommando. Algorithmen spähen immer mehr unsere Gefühle aus und machen sich die Menschen gefügig. Eine Avantgarde baut schleichend eine digitale Diktatur auf, hält die Untertanen in Schach, ohne dass diese das als bedrohlich wahrnehmen. Das Ende der Freiheit sei also schon angebrochen. Und die meisten Menschen werden überflüssig. Was dann wohl aus denen wird? Weiterlesen

Es geht um die Zukunft unseres Kontinents

Von Arndt G. Kirchhoff

Präsident von unternehmer nrw und CEO der Kirchhoff Holding GmbH und Co. KG

Wir leben in turbulenten Zeiten. Mitten im Spannungsfeld vieler weltpolitischer Krisenherde steht Europa vor einem ganz entscheidenden Jahr. Da ist zunächst der Brexit: Käme es, wie von vielen befürchtet, am 29. März dieses Jahres zu einem „harten“ EU-Austritt der Briten, würde dies unweigerlich dramatische Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft haben. Ungeachtet der selbst heute noch schwer zu beziffernden Kosten trifft uns Deutsche vor allem der Umstand, dass mit Großbritannien ein wichtiger Verbündeter und verlässlicher Partner die Europäische Union verlässt, dessen Wertegerüst und wirtschaftliche Grundüberzeugung zu Wettbewerb und Marktwirtschaft jener der Deutschen ähneln.

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