Klartext im Westen

Der NRW-Wirtschaftsblog

Schlagwort: Nordrhein-Westfalen (Seite 1 von 9)

Unsere Wirtschaft braucht Perspektiven und unser Land ein Modernisierungsjahrzehnt

Von Armin Laschet

Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen

Seit nunmehr gut einem Jahr bestimmt die Corona-Pandemie unser aller Leben, Arbeiten und Wirtschaften. Mit jedem Tag wachsen die sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Belastungen. Die Pandemie ringt uns allen große Opfer ab.

Unser aller Gesundheit zu schützen und Menschenleben zu retten sind wichtige Ziele in dieser Zeit. Voraussetzung hierfür ist es, das Infektionsgeschehen kontrollieren zu können sowie exponentiell anwachsende Infektionszahlen und die Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. Die Erfahrungen weltweit zeigen, dass dies vor allem durch die konsequente Minimierung sozialer Kontakte und die Einschränkung von Mobilität gelingt. Die umfassenden Maßnahmen, die Bund und Länder ergriffen haben, waren und sind daher richtig. Für die grundsätzliche Unterstützung durch die Bürgerinnen und Bürger ebenso wie durch die Wirtschaft bin ich sehr dankbar. Sie hat wesentlich dazu beigetragen, dass Deutschland im internationalen Vergleich bisher gut durch diese Krise gekommen ist. 

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Investitionen für eine starke Wirtschaft

Von Dr. Daniel Kleine

Henkel President Deutschland und Standortleiter Düsseldorf, Henkel AG & Co. KGaA

Die Corona-Pandemie stellt unsere Gesellschaft vor große Herausforderungen – es gibt keinen Bereich des öffentlichen Lebens und keinen Wirtschaftszweig, der nicht von der Krise betroffen oder belastet ist. Von den Herausforderungen im Privatleben, gerade für Familien, ganz abgesehen. In der Krise zeigt sich aber auch die Stärke – von Unternehmen und von einer Gesellschaft. Zusammenhalt und Solidarität sind gefragt, Flexibilität sowie mutige und schnelle Entscheidungen notwendig.

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Zukunftsorientiert aus der Krise

Von Verena Schäffer

Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Landtag NRW

Die gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie sind für viele Menschen massiv und existenziell. Wie unter einem Brennglas zeigt „Corona“ die Widersprüche unserer Gesellschaft auf. Es sind neben anderen die Pflegekräfte und Kassierer*innen, deren Arbeit und persönliche Risiken in der Krise unverzichtbar sind. Großen Belastungen sind auch Eltern ausgesetzt, die zwischen Job, Kinderbetreuung und Distanzunterricht aufgerieben werden und sich Sorgen um ihre Zukunft und die ihrer Kinder machen. Auch frauenpolitisch bedeutet die Krise herbe Rückschläge, denn Frauen reduzierten ihre Arbeitszeit deutlich häufiger, um für die Kinder zu sorgen.

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Unsere Lebenskultur stirbt, unsere Städte sind in Gefahr!

Von Friedrich Danne

1. Vorsitzender Handelsverband Nordrhein-Westfalen Südwestfalen

Clevere Innenstadtkonzepte sind jetzt wichtiger denn je.

Bummeln mit der Freundin, der Besuch des Wochenmarktes, ein Eis mit der Familie, ein Cappuccino und Leute beobachten… ist das bald Geschichte?

Die filigranen und komplexen Strukturen unserer Innenstädte drohen, zerstört zu werden. Die Probleme sind bekannt. Was kann diesen Prozess aufhalten und die Attraktivität der Städte stärken? Oft wird der Einzelhandel als Motor der Innenstädte bezeichnet. Die Fakten sprechen dafür: Auf 125 Millionen m² Verkaufsfläche erzielen 330.000 Unternehmen im stationären Einzelhandel mit 3,6 Millionen Mitarbeitern einen Nettoumsatz in Höhe von 540 Milliarden Euro (2019). Das entspricht einem Anteil am Bruttoinlandsprodukt von 15,5%.

Doch der Motor stottert….

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Der demokratische Rechtsstaat als Krisengewinner

Von Herbert Reul

Minister des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen

Die Corona-Pandemie beschäftigt uns in NRW nun schon seit fast einem Jahr. Unser Leben hat sich seitdem in zuvor unvorstellbarer Weise und Geschwindigkeit verändert. Oft wird diese Zeit daher mit negativen Erfahrungen verknüpft; das ist gut nachvollziehbar. Ich möchte aber heute auf die Erfahrungen blicken, die positive – und hoffentlich nachhaltige – Impulse für die Zukunft setzen.

Das betrifft zunächst den persönlichen Bereich. Die Pandemie hat uns vor Augen geführt, was wirklich wichtig ist – Familie, Freunde, Nähe und Zusammenhalt. Oft ganz einfach die alltäglichen Dinge im Leben. Was uns derzeit so schmerzlich fehlt, werden wir in Zukunft ganz anders wertschätzen.

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Jetzt Strategien für die Auflösung des Reformstaus entwickeln

Von Rolf Königs

CEO und Chairman der AUNDE Group SE

Nachdem die Sommermonate der Wirtschaft eine Verschnaufpause beschert haben, befindet sich das Land nun in einer zweiten Welle der Pandemie. Die  Corona-Krise mit ihren Belastungen wird uns auch noch über einen langen Zeitraum beschäftigen, aber dies ist kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Gerade jetzt müssen die Grundlagen für einen reibungslosen Neustart nach der Krise gelegt werden. Die deutschen Unternehmen haben in den vergangenen Monaten gemeinsam mit ihren Beschäftigten viel erreicht um die Arbeit in Coronazeiten sicher zu machen. Diese Veränderungs- und Innovationsbereitschaft erwarten wir auch von der Politik. Weiterlesen

Mit Weiterbildung stark aus der Krise

Von Torsten Withake

Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit

Die Auswirkungen der Corona-Virus-Pandemie am Arbeitsmarkt sind deutlich sichtbar. Zum Beispiel bei der Arbeitslosigkeit, die rund 20 Prozent über dem Vorjahr liegt. Dass die Arbeitslosenquote einmal um 1,3 Prozentpunkte einbrechen könnte – das hatten wir, das hatte ich mir nicht vorstellen können.

Doch bietet der Arbeitsmarkt im Corona-Jahr auch die Möglichkeit für andere Beobachtungen. Seit Juli sinkt die Arbeitslosigkeit spürbar wieder. Von Monat zu Monat kräftiger als in den vorhergehenden Jahren. Ich will nicht sagen „ich war überrascht“, schließlich gab es ja noch keine Erfahrung mit einer Pandemie. Doch beeindrucken mich die Energie, die Kraft, auch die Lust und die neuen Ideen, mit denen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber nach dem Lockdown im Frühjahr wieder angefangen haben zu wirtschaften – um schließlich wieder neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu suchen. Das ist ein beeindruckendes Signal – von Resignation angesichts einer bedrohlichen Pandemie mit ungewissen Ausgang ist nichts zu spüren.

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Energieland, Industrie- und Stahlland NRW – Quo vadis?

Von Dr.-Ing. Hans-Toni Junius

Vorsitzender der Geschäftsführung und geschäftsführender Gesellschafter der Waelzholz Gruppe, Vorsitzender des Vorstands BDI/BDA Mittelstandsausschuss

Nordrhein-Westfalen hat, ausgehend von seinen Energieträgern Steinkohle und Braunkohle sowie unterschiedlichen Bodenschätzen – darunter verschiedene Gesteinsarten und auch Salz, über viele Jahre eine Wertschöpfungsbasis durch das angekoppelte Industrie- und Logistiknetzwerk geschaffen. Dieses bildet ein Fundament für den Wohlstand in der Bundesrepublik Deutschland. Um diese Wertschöpfungscluster hat sich ein regionales, bundesweites, aber auch europäisches Netzwerk entwickelt. Das Wirtschafts- und Wertschöpfungsnetz in NRW hat eine hohe Leistungsfähigkeit, schafft immer wieder neue Arbeitsplätze, beweist Innovationskraft und hat sich an geänderte Rahmenbedingungen stets anpassen können.

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Von aktuellen Herausforderungen und bewährten Prinzipien

Von Dr. Antonius Hamers

Direktor des Kath. Büros NRW

Die Ökonomie von Gut und Böse – so heißt ein Buch des tschechischen Nationalökonomen Tomás Sedlácek, das vor einigen Jahren erschienen ist. Sedlacek entfaltet darin eine Ideengeschichte der Ökonomie und spannt den Bogen vom Gilgamesch-Epos über die Antike und die Bibel, über die Aufklärung und Adam Smith bis hin zu aktuellen wirtschaftspolitischen und wirtschaftswissenschaftlichen Diskussionen angesichts heutiger Wirtschaftskrisen.

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Neue Antworten statt Ideologie

Von Felix Banaszak

Landesvorsitzender Bündnis 90 / Die Grünen NRW

Anfang Oktober war es, da saßen Armin Laschet und sein Wirtschaftsminister Pinkwart vor der versammelten Hauptstadtpresse in Berlin – und verkündeten, was angesichts der Corona-Krise wirtschaftlich geschehen müsse in Deutschland: Belastungsmoratorium, Deregulierung, Bürokratieabbau, das waren kurz zusammengefasst die Inhalte. Also seit Jahrzehnten bekannte, schwarz-gelbe Ideologie. Und leider völlig vorbei an den Realitäten und den schon jetzt erkennbaren Lehren der Corona-Zeit.

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