Klartext im Westen

Der NRW-Wirtschaftsblog

Schlagwort: Nordrhein-Westfalen (Seite 1 von 9)

Aus dem Morgen denken

Von Matthias Kerkhoff MdL

Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion NRW

Dieser Beitrag entsteht mitten im Lockdown. Die Gemütslage vieler Menschen, die ich als Abgeordneter treffe, lässt sich wahlweise als angespannt, genervt oder resigniert beschreiben. Kein Wunder, Corona zerrt an den Nerven und Corona hinterlässt Spuren. Spuren auf der Seele jedes Einzelnen, Spuren in Auftragsbüchern und Jahresabschlüssen von Unternehmen, Spuren in den öffentlichen Haushalten aller Ebenen.

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Krise als Chance?

Von Rolf A. Königs

Vorsitzender des Vorstands von Zukunft durch Industrie , CEO und Chairman der AUNDE Group SE

Die Corona-Pandemie hat uns sehr deutlich vor Augen geführt, wie vielfältig die Industrie in Nordrhein-Westfalen ist und was die Unternehmen tagtäglich leisten. Auch in Zeiten großer Einschränkungen hat die Industrie bewiesen, wie flexibel sie agiert, um ihren Beitrag zur Bewältigung der Krise zu leisten. Medizintechnik, Masken, Hygieneartikel – die Liste von Industrieprodukten, die in 2020 eine neue und weiterhin steigende Bedeutung erhalten haben, ist lang.

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Mindestlohn-Debatte: Die Aushöhlung der Tarifautonomie

Von Johannes Pöttering

Hauptgeschäftsführer von unternehmer nrw

Es ist jetzt sechs Jahre her, als die Politik beschloss, mit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns massiv in die Tarifautonomie einzugreifen. Es sollte einmalig bleiben, wurde eilig versichert. Darum hatte sie auch einer unabhängigen, aus Vertretern von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und der Wissenschaft besetzten Kommission die Entscheidung überantwortet, über die regelmäßigAnpassung des Mindestlohns zu befinden. Deren Orientierungs-Maßstab sollte die allgemeine Tarifentwicklung sein. Und zugleich hatte man der Mindestlohn-Kommission noch einen wichtigen gesetzlichen Auftrag mit auf den Weg gegeben: In ihren Entscheidungen sollte sie die Wettbewerbsbedingungen und die Beschäftigung im Auge behalten. Dieser Vorgabe ist sie bisher stets gerecht geworden.

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Unsere Wirtschaft braucht Perspektiven und unser Land ein Modernisierungsjahrzehnt

Von Armin Laschet

Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen

Seit nunmehr gut einem Jahr bestimmt die Corona-Pandemie unser aller Leben, Arbeiten und Wirtschaften. Mit jedem Tag wachsen die sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Belastungen. Die Pandemie ringt uns allen große Opfer ab.

Unser aller Gesundheit zu schützen und Menschenleben zu retten sind wichtige Ziele in dieser Zeit. Voraussetzung hierfür ist es, das Infektionsgeschehen kontrollieren zu können sowie exponentiell anwachsende Infektionszahlen und die Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. Die Erfahrungen weltweit zeigen, dass dies vor allem durch die konsequente Minimierung sozialer Kontakte und die Einschränkung von Mobilität gelingt. Die umfassenden Maßnahmen, die Bund und Länder ergriffen haben, waren und sind daher richtig. Für die grundsätzliche Unterstützung durch die Bürgerinnen und Bürger ebenso wie durch die Wirtschaft bin ich sehr dankbar. Sie hat wesentlich dazu beigetragen, dass Deutschland im internationalen Vergleich bisher gut durch diese Krise gekommen ist. 

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Investitionen für eine starke Wirtschaft

Von Dr. Daniel Kleine

Henkel President Deutschland und Standortleiter Düsseldorf, Henkel AG & Co. KGaA

Die Corona-Pandemie stellt unsere Gesellschaft vor große Herausforderungen – es gibt keinen Bereich des öffentlichen Lebens und keinen Wirtschaftszweig, der nicht von der Krise betroffen oder belastet ist. Von den Herausforderungen im Privatleben, gerade für Familien, ganz abgesehen. In der Krise zeigt sich aber auch die Stärke – von Unternehmen und von einer Gesellschaft. Zusammenhalt und Solidarität sind gefragt, Flexibilität sowie mutige und schnelle Entscheidungen notwendig.

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Zukunftsorientiert aus der Krise

Von Verena Schäffer

Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Landtag NRW

Die gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie sind für viele Menschen massiv und existenziell. Wie unter einem Brennglas zeigt „Corona“ die Widersprüche unserer Gesellschaft auf. Es sind neben anderen die Pflegekräfte und Kassierer*innen, deren Arbeit und persönliche Risiken in der Krise unverzichtbar sind. Großen Belastungen sind auch Eltern ausgesetzt, die zwischen Job, Kinderbetreuung und Distanzunterricht aufgerieben werden und sich Sorgen um ihre Zukunft und die ihrer Kinder machen. Auch frauenpolitisch bedeutet die Krise herbe Rückschläge, denn Frauen reduzierten ihre Arbeitszeit deutlich häufiger, um für die Kinder zu sorgen.

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Unsere Lebenskultur stirbt, unsere Städte sind in Gefahr!

Von Friedrich Danne

1. Vorsitzender Handelsverband Nordrhein-Westfalen Südwestfalen

Clevere Innenstadtkonzepte sind jetzt wichtiger denn je.

Bummeln mit der Freundin, der Besuch des Wochenmarktes, ein Eis mit der Familie, ein Cappuccino und Leute beobachten… ist das bald Geschichte?

Die filigranen und komplexen Strukturen unserer Innenstädte drohen, zerstört zu werden. Die Probleme sind bekannt. Was kann diesen Prozess aufhalten und die Attraktivität der Städte stärken? Oft wird der Einzelhandel als Motor der Innenstädte bezeichnet. Die Fakten sprechen dafür: Auf 125 Millionen m² Verkaufsfläche erzielen 330.000 Unternehmen im stationären Einzelhandel mit 3,6 Millionen Mitarbeitern einen Nettoumsatz in Höhe von 540 Milliarden Euro (2019). Das entspricht einem Anteil am Bruttoinlandsprodukt von 15,5%.

Doch der Motor stottert….

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Der demokratische Rechtsstaat als Krisengewinner

Von Herbert Reul

Minister des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen

Die Corona-Pandemie beschäftigt uns in NRW nun schon seit fast einem Jahr. Unser Leben hat sich seitdem in zuvor unvorstellbarer Weise und Geschwindigkeit verändert. Oft wird diese Zeit daher mit negativen Erfahrungen verknüpft; das ist gut nachvollziehbar. Ich möchte aber heute auf die Erfahrungen blicken, die positive – und hoffentlich nachhaltige – Impulse für die Zukunft setzen.

Das betrifft zunächst den persönlichen Bereich. Die Pandemie hat uns vor Augen geführt, was wirklich wichtig ist – Familie, Freunde, Nähe und Zusammenhalt. Oft ganz einfach die alltäglichen Dinge im Leben. Was uns derzeit so schmerzlich fehlt, werden wir in Zukunft ganz anders wertschätzen.

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Jetzt Strategien für die Auflösung des Reformstaus entwickeln

Von Rolf Königs

CEO und Chairman der AUNDE Group SE

Nachdem die Sommermonate der Wirtschaft eine Verschnaufpause beschert haben, befindet sich das Land nun in einer zweiten Welle der Pandemie. Die  Corona-Krise mit ihren Belastungen wird uns auch noch über einen langen Zeitraum beschäftigen, aber dies ist kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Gerade jetzt müssen die Grundlagen für einen reibungslosen Neustart nach der Krise gelegt werden. Die deutschen Unternehmen haben in den vergangenen Monaten gemeinsam mit ihren Beschäftigten viel erreicht um die Arbeit in Coronazeiten sicher zu machen. Diese Veränderungs- und Innovationsbereitschaft erwarten wir auch von der Politik. Weiterlesen

Mit Weiterbildung stark aus der Krise

Von Torsten Withake

Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit

Die Auswirkungen der Corona-Virus-Pandemie am Arbeitsmarkt sind deutlich sichtbar. Zum Beispiel bei der Arbeitslosigkeit, die rund 20 Prozent über dem Vorjahr liegt. Dass die Arbeitslosenquote einmal um 1,3 Prozentpunkte einbrechen könnte – das hatten wir, das hatte ich mir nicht vorstellen können.

Doch bietet der Arbeitsmarkt im Corona-Jahr auch die Möglichkeit für andere Beobachtungen. Seit Juli sinkt die Arbeitslosigkeit spürbar wieder. Von Monat zu Monat kräftiger als in den vorhergehenden Jahren. Ich will nicht sagen „ich war überrascht“, schließlich gab es ja noch keine Erfahrung mit einer Pandemie. Doch beeindrucken mich die Energie, die Kraft, auch die Lust und die neuen Ideen, mit denen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber nach dem Lockdown im Frühjahr wieder angefangen haben zu wirtschaften – um schließlich wieder neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu suchen. Das ist ein beeindruckendes Signal – von Resignation angesichts einer bedrohlichen Pandemie mit ungewissen Ausgang ist nichts zu spüren.

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