Klartext im Westen

Der NRW-Wirtschaftsblog

Schlagwort: Landespolitik (Seite 1 von 3)

Europa – mehr Demokratie wagen!

Von Dr. Margarete Haase

Vorsitzende kölnmetall

Europa ist mehr als die europäischen Institutionen.

Viele Bürger verbinden heute mit Brüssel eher Bürokratie und Probleme der Währungsunion als die große friedensstiftende europäische Idee der Nachkriegszeit.

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Europa – barmherzig und frei

Von Dr. Annette Kurschus

Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen

Europa: Für die alten Griechen war die Figur dieses Namens ein Kind von Halbgöttern, ein Königskind, aus der alten Seemanns- und Handelsnation der Phönizier, die vom heutigen Libanon aus das ganze Mittelmeer erschlossen und ihre Macht und Stärke weniger auf Waffen als auf Waren und den Handel gründeten.

Europa, so wird erzählt, war begehrt und geliebt von keinem Geringeren als dem Göttervater Zeus, wurde darum kurzerhand entführt und in ein fernes Land verschleppt, das nun ihren Namen trage. Weiterlesen

Europa als Chance: Gerecht und ökologisch wirtschaften

Von Monika Düker

Vorsitzende der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag Nordrhein-Westfalen

Bei der Europawahl 2019 steht viel auf dem Spiel. Fällt unser Kontinent in den Nationalismus zurück? Kapituliert die Politik vor den gesellschaftlichen und globalen Herausforderungen? Oder schafft es die Europäische Union sich kraftvoll zu erneuern? Ich bin mir sicher, dass nur ein vereintes Europa die großen Herausforderungen lösen kann. Weiterlesen

Den Binnenmarkt gibt es nicht umsonst!

Von Thomas Kutschaty

Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion NRW

Warum uns der Brexit eine Lehre sein sollte

„Die Geschichte“, schrieb einst Ingeborg Bachmann, „lehrt dauernd, aber sie findet keine Schüler.“ Haben wir Deutschen und Kontinentaleuropäer schon begriffen, dass der Brexit auch für uns eine Lehre sein sollte? Ich glaube das nicht. Wir reden zwar stets von der „historischen Zäsur“, die der Austritt Großbritanniens für die Europäische Union bedeute, halten ihn aber eigentlich für ein britisches Problem. Aus einer vermeintlich überlegenen Position blicken wir mit einer Mischung aus Mitleid, Schaulust und Schadenfreude auf die politischen Verwerfungen in Westminster. Alles sehr bedauerlich, so der Subtext unserer öffentlichen Debatten, aber diese Engländer haben es ja nicht anders gewollt. Möge der drohende Abstieg des ehemals großen Britanniens jedem EU-Skeptiker eine Lehre sein. Weiterlesen

Migrantenunternehmen: Wichtiger Erfolgsfaktor für Nordrhein-Westfalen

Von Serap Güler

Integrationsstaatssekretärin des Landes Nordrhein-Westfalen

Was haben eine Personalmanagementfirma, ein medizinisches Versorgungszentrum für Zahnheilkunde und ein Übersetzungs- und Dolmetscherdienst gemeinsam? Sie sind Unternehmen aus NRW, sorgen mit ihren Innovationen dafür, dass unser Leben leichter wird – und: Sie werden von Migrantinnen und Migranten geführt. Drei Beispiele, die zeigen, wie vielfältig unsere Wirtschaft ist.

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Die Steinkohle geht, der Strukturwandel bleibt

Von Dr. Jürgen-Johann Rupp

Vorstand Finanzen RAG Aktiengesellschaft

„Die Kohle geht, die Probleme im Ruhrgebiet bleiben“, wie oft wurde in jüngerer Zeit dieses Mantra kommuniziert. Aber auch so gegensätzliche Sätze wie „Der Strukturwandel ist beendet“ oder „Das Ruhrgebiet bleibt nach Kohle und Stahl abgehängt“, sind immer wieder zu lesen. Lebt und arbeitet man in dieser Region, so kann man feststellen, weder übergroße Skepsis noch zu großer Optimismus bestimmen die Lebenswirklichkeit der Entwicklung. Dabei fällt auf, dass in den öffentlichen Diskussionen weniger die positiven Beispiele als mehr die negativen Begleiterscheinungen des Wandels der Ruhrregion eine Rolle spielen. Schade eigentlich, denn es ist bereits Vieles bewegt worden und viel Positives auf dem Weg. Weiterlesen

Wir brauchen mutige Signale für neue Projekte

Von Michael Vassiliadis

Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE)

NRW ist nicht nur Herzkammer des Wirtschaftsstandorts Deutschland, es ist auch so etwas wie seine Energiezentrale. Ohne die Kraftwerke an Rhein und Ruhr würden die Bundesbürger wahrscheinlich alsbald im Dunkeln sitzen – und die benachbarten Belgier gleich mit. Allein der aktuell so heiß diskutierte Braunkohle-Tagebau Hambach steht für 15 Prozent der NRW- und für 5 Prozent der gesamtdeutschen Stromversorgung. Das ist nur ein Grund von vielen, warum wir als IG BCE in der aktuellen Diskussion um die Zukunft der deutschen Stromversorgung und der Klimapolitik für eine Energiewende mit Vernunft und sozialer und ökonomischer Ausgewogenheit eintreten. Weiterlesen

Kreativität trifft Technologie: Das Medien-Digital-Land NRW kann zum Innovationstreiber für den Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen werden

Von Nathanael Liminski

Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen

Das Smartphone organisiert für viele Menschen den Alltag, privat wie beruflich. Allein in Deutschland nutzen rund 57 Millionen Menschen (mindestens) ein solches Gerät. Ein Faktor, der zum Erfolg dieser handlichen Minicomputer beigetragen hat, sind die verfügbaren Applikation, in Kurzform Apps. 2008, vor zehn Jahren, sind die ersten App Stores von Apple und Google gestartet. Aus heutiger Sicht erscheint es kaum zu glauben, dass das erste iPhone noch keinen Zugriff auf einen App Store hatte. Inzwischen erlauben es diese Marktplätze für Anwendungen wie selbstverständlich, das Smartphone den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Der Markt für Apps, In-App-Käufe und Abonnements hatte 2017 bereits ein geschätztes Volumen von fast 60 Milliarden US-Dollar und im vergangenen Jahr eine Zuwachsrate von rund 35 Prozent. Weiterlesen

Investitionsoffensive für die Schiene in Nordrhein-Westfalen

Von Ronald Pofalla

Vorstand Infrastruktur der Deutschen Bahn AG

Das größte Infrastruktur-Modernisierungsprogramm der Bahngeschichte läuft auf Hochtouren. Allein im Jahr 2018 fließen in Nordrhein-Westfalen nahezu 1,3 Milliarden Euro in das Schienennetz, in Bahnhöfe und die Energieversorgung der Bahn. So haben wir in diesem Jahr zwischen Duisburg und Essen acht Einzelprojekte zusammengefasst. Dazu gehören vier Brücken, Bahnsteigarbeiten in Mühlheim Hbf, Arbeiten für den Rhein-Ruhr-Express (RRX), Gleis- und Weichenerneuerungen sowie Arbeiten für ein neues Stellwerk in Duisburg.

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Es muss um die richtigen Themen gehen

Von Frank Baranowski

Oberbürgermeister Gelsenkirchen

Allzu viele Anzeichen gab es bislang nicht dafür, dass die Zukunft des Ruhrgebietes ein wichtiges oder gar zentrales Anliegen der neuen Landesregierung ist. Im Koalitionsvertrag fanden sich kaum Ideen und Vorhaben für die Region, auch im ersten Jahr der schwarz-gelben Koalition war aus Düsseldorf nur wenig zu Deutschlands größtem Ballungsgebiet zu hören. Weiterlesen

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