Klartext im Westen

Der NRW-Wirtschaftsblog

Schlagwort: Industrie (Seite 1 von 3)

Vor die Welle kommen: Energiewende und Wirtschaftsstandort

Von Dr. Leonhard Birnbaum

CEO E.ON SE

Seit über einem Jahr schon prüft die Corona-Pandemie unser Wirtschaftsland auf Herz und Nieren. Das Geschäftsjahr ist für viele Unternehmen nicht mehr in Quartale unterteilt, sie planen von Tag zu Tag, von Woche zu Woche. Mit bangem Blick auf Infektionsgeschehen und föderales Krisenmanagement sind sie immer wieder gezwungen, sich neu zu erfinden. Ein Extrembeispiel dafür, dass Resilienz vor allem eines bedeutet: Anpassungsfähigkeit.

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Krise als Chance?

Von Rolf A. Königs

Vorsitzender des Vorstands von Zukunft durch Industrie , CEO und Chairman der AUNDE Group SE

Die Corona-Pandemie hat uns sehr deutlich vor Augen geführt, wie vielfältig die Industrie in Nordrhein-Westfalen ist und was die Unternehmen tagtäglich leisten. Auch in Zeiten großer Einschränkungen hat die Industrie bewiesen, wie flexibel sie agiert, um ihren Beitrag zur Bewältigung der Krise zu leisten. Medizintechnik, Masken, Hygieneartikel – die Liste von Industrieprodukten, die in 2020 eine neue und weiterhin steigende Bedeutung erhalten haben, ist lang.

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Chemie: Nicht einfach nur grün, sondern wirklich nachhaltig

Von Christian Kullmann

Vorstandsvorsitzender der Evonik Industries AG

Stark in der Krise

Die Pandemie hat unseren Alltag umgekrempelt: Kontaktverbote. Ausgangssperren. Veränderte Schichtpläne für die Beschäftigten in den Produktionsanlagen, kein Handschlag, kein Austausch mehr in der Kantine, Betriebssport wird zum Online-Angebot, der kleine Notebook-Bildschirm auf dem Esstisch zum Büro. Corona hat uns zu oft in die Zweidimensionalität von Videokonferenzen geführt. Dadurch dürfen wir den Blick für die Wirklichkeit nicht verlieren: Die reale Welt, in der wir uns bewegen, ist dreidimensional.

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Energieland, Industrie- und Stahlland NRW – Quo vadis?

Von Dr.-Ing. Hans-Toni Junius

Vorsitzender der Geschäftsführung und geschäftsführender Gesellschafter der Waelzholz Gruppe, Vorsitzender des Vorstands BDI/BDA Mittelstandsausschuss

Nordrhein-Westfalen hat, ausgehend von seinen Energieträgern Steinkohle und Braunkohle sowie unterschiedlichen Bodenschätzen – darunter verschiedene Gesteinsarten und auch Salz, über viele Jahre eine Wertschöpfungsbasis durch das angekoppelte Industrie- und Logistiknetzwerk geschaffen. Dieses bildet ein Fundament für den Wohlstand in der Bundesrepublik Deutschland. Um diese Wertschöpfungscluster hat sich ein regionales, bundesweites, aber auch europäisches Netzwerk entwickelt. Das Wirtschafts- und Wertschöpfungsnetz in NRW hat eine hohe Leistungsfähigkeit, schafft immer wieder neue Arbeitsplätze, beweist Innovationskraft und hat sich an geänderte Rahmenbedingungen stets anpassen können.

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Der Staat ist nicht der bessere Unternehmer

Von Arndt G. Kirchhoff

Präsident von unternehmer nrw und CEO der KIRCHHOFF Holding GmbH und Co.KG

Die Corona-Krise liefert uns zwei wichtige Erkenntnisse: Einerseits die beruhigende Gewissheit, dass unser Staat stark genug ist, für eine Überbrückungszeit die ökonomischen Lebensgrundlagen unseres Landes zu erhalten. Andererseits den Beleg, dass selbst für unsere starke Volkswirtschaft die Luft schnell dünn wird, wenn die Wirtschaft nicht läuft, die Ausgaben des Staates durch die Decke schießen und gleichzeitig die Einnahmen in den Keller stürzen.

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NRW zum Technologieführer der Transformation machen

Von Sebastian Hartmann MdB

Landesvorsitzender der SPD Nordrhein-Westfalen

Die Corona-Pandemie trifft unsere Gesellschaft und Wirtschaft hart. Mit den staatlichen Soforthilfen für in Not geratene Branchen, Beschäftigte und Solo-Selbstständige konnten wir zwar einige Härten abfedern. Doch wenn wir ehrlich sind, wissen wir jetzt noch nicht, was uns in den nächsten Monaten noch erwartet. Von der Gefahr einer zweiten Welle ganz zu schweigen. Dennoch hat die Bundesregierung mit dem Konjunkturpaket Anfang Juni den Bürgerinnen und Bürgern und der Wirtschaft eine richtungsweisende Perspektive aufgezeigt: Der Staat unterstützt in akuten Notfällen und investiert vor allem in wichtige Technologien und Zukunftsfelder, wie Digitalisierung, Mobilität und Energiewende.

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Neustart nach Corona: Wie wir den Weg zum Aufsteigerland Nordrhein-Westfalen weitergehen

Von Lutz Lienenkämper MdL

Minister der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen wird wieder Aufsteigerland. Mit dem Versprechen, dafür die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, ist die Landesregierung 2017 angetreten. Mit Zukunftsinvestitionen, der Entfesselung der Wirtschaft und – erstmals seit fast 50 Jahren wieder –ohne Neuverschuldung in den Haushaltsplänen hat sich Nordrhein-Westfalen schnell und kraftvoll auf den Weg nach oben gemacht: Der Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Jahren besser entwickelt als in Deutschland insgesamt. Bei der Wirtschaftsentwicklung haben wir den Rückstand zu anderen Ländern verringert. Die Finanzkraft Nordrhein-Westfalens ist 2018 im Vergleich zu anderen Ländern erstmals seit 2009 wieder angestiegen. Seit 2017 konnten wir so Schulden in Höhe von 645 Mio. Euro tilgen und haben mehr als 3 Mrd. Euro für die Risikovorsorge – also Vermögensbildung – bereitgestellt.

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Verträglichkeit von Industrie und Klimaschutz in NRW

Von Hendrik Neuhaus

Gesellschafter und Prokurist der Firma Wesco

NRW als bevölkerungsreichstes Land der Bundesrepublik mit seinen verschiedenen Metropol- und Wirtschaftsregionen steht vor großen Herausforderungen aber auch Chancen, wenn die politisch gesetzten Klimaschutzziele eingehalten werden sollen.

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Nicht auf halber Strecke stehen bleiben

Von Arndt G. Kirchhoff

Präsident von unternehmer nrw und CEO der Kirchhoff Holding GmbH und Co. KG

Eines vorweg: Die wirtschaftspolitische Grundstimmung in Nordrhein-Westfalen ist in den vergangenen zweieinhalb Jahren wieder spürbar besser geworden. Dieser Stimmungsumschwung war auch dringend nötig. In den Jahren zuvor wurde zu häufig gebremst und auch verhindert.

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Fortschritt für die Vielen! Im Wandel werden wieder Alternativen sichtbar

Von Thomas Kutschaty

Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion NRW

Der amerikanische Tesla-Konzern will in Deutschland eine Autofabrik bauen. Leider nicht in Nordrhein-Westfalen, sondern in Brandenburg, aber immerhin. Der letzte ausländische Autokonzern, der das tat, war Ford: vor 93 Jahren. Teslas Ankündigung hat große symbolische Kraft. Mitten im Mutterland des Verbrennungsmotors errichtet der Vorreiter der Elektromobilität eine eigene Fabrik. Die Autos, die neben Batterien und Elektromotoren dort montiert werden sollen, werden ihren Nutzwert mindestens so sehr durch intelligente Software wie durch ausgeklügelte Hardware erhalten. Auch das ist ein Symbol für den Strukturwandel, den die deutsche Wirtschaft durchlaufen wird. Weiterlesen

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