Klartext im Westen

Der NRW-Wirtschaftsblog

Schlagwort: Digitalisierung (Seite 1 von 2)

Wenn es Europa nicht gäbe, wir müssten es erfinden

Von Prof. Dr. Andreas Pinkwart

Minister für Wirtschaft, Innovation, Digistalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

Mit der Wahl des Europäischen Parlaments im Mai 2019 steht uns eine richtungsweisende Wahl für die Zukunft Europas bevor. Denn noch nie war es so wichtig, dass sich Menschen für die europäische Idee einsetzen und europafeindlichem Populismus die Stirn bieten. Die Rolle Europas als Fundament von Freiheit, Frieden und Demokratie hat sich über Jahrzehnte bewährt. Seiner wachsenden Bedeutung für fairen Welthandel, digitalen Fortschritt, Klimaschutz und Energie sowie innere und äußere Sicherheit müssen wir uns noch bewusster werden und uns gezielt auf die gemeinsame Gestaltung dieser Themen konzentrieren. Oder anders gewendet: Wenn es Europa nicht gäbe, wir müssten es erfinden!  Weiterlesen

Kreativität trifft Technologie: Das Medien-Digital-Land NRW kann zum Innovationstreiber für den Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen werden

Von Nathanael Liminski

Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen

Das Smartphone organisiert für viele Menschen den Alltag, privat wie beruflich. Allein in Deutschland nutzen rund 57 Millionen Menschen (mindestens) ein solches Gerät. Ein Faktor, der zum Erfolg dieser handlichen Minicomputer beigetragen hat, sind die verfügbaren Applikation, in Kurzform Apps. 2008, vor zehn Jahren, sind die ersten App Stores von Apple und Google gestartet. Aus heutiger Sicht erscheint es kaum zu glauben, dass das erste iPhone noch keinen Zugriff auf einen App Store hatte. Inzwischen erlauben es diese Marktplätze für Anwendungen wie selbstverständlich, das Smartphone den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Der Markt für Apps, In-App-Käufe und Abonnements hatte 2017 bereits ein geschätztes Volumen von fast 60 Milliarden US-Dollar und im vergangenen Jahr eine Zuwachsrate von rund 35 Prozent. Weiterlesen

Viel Rost, viel Tradition

Von Prof. Dr. Michael Hüther

Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln

Das Ruhrgebiet prägte – neben dem rheinischen Karneval und dem Duisburger Zoo – mein Nordrhein-Westfalen-Bild als Kind und Jugendlicher. Die sonntäglichen Ausflüge in die Gruga in Essen oder in den Dortmunder Westfalenpark waren verbunden mit dem Eindruck von viel Rost entlang des Weges. Die Erzählung meines Vaters, als Ingenieur in den fünfziger und sechziger Jahren an vielen Kraftwerksbauten an der Ruhr beteiligt, machte klar: Die Glanzzeit war vorbei, neue Kraftwerke wurde nur noch andernorts – in Bayern oder im Ausland – realisiert. Dafür spielte unverdrossen die Bergmannskapelle im Grugapark.

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Investitionsoffensive für die Schiene in Nordrhein-Westfalen

Von Ronald Pofalla

Vorstand Infrastruktur der Deutschen Bahn AG

Das größte Infrastruktur-Modernisierungsprogramm der Bahngeschichte läuft auf Hochtouren. Allein im Jahr 2018 fließen in Nordrhein-Westfalen nahezu 1,3 Milliarden Euro in das Schienennetz, in Bahnhöfe und die Energieversorgung der Bahn. So haben wir in diesem Jahr zwischen Duisburg und Essen acht Einzelprojekte zusammengefasst. Dazu gehören vier Brücken, Bahnsteigarbeiten in Mühlheim Hbf, Arbeiten für den Rhein-Ruhr-Express (RRX), Gleis- und Weichenerneuerungen sowie Arbeiten für ein neues Stellwerk in Duisburg.

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Mehr ökonomische Bildung für unsere Schülerinnen und Schüler in NRW

Von Yvonne Gebauer MdL

Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Zur vergangenen Landtagswahl hatte Unternehmer NRW sein wirtschaftspolitisches Positionspapier mit „Starke Wirtschaft. Starkes Land.“ überschrieben. Aus meiner Sicht lässt sich das sogar noch ergänzen: „Starke Schulen“. Denn ohne gute und erfolgreiche Schulen gibt es keinen qualifizierten Nachwuchs für eine florierende Volkswirtschaft, ohne die wiederum auf Dauer kein stabiler Sozialstaat möglich ist. Auch für Nordrhein-Westfalen ist die Arbeit der zahlreichen Unternehmen entscheidend für die Zukunft des Landes. Um im nationalen und globalen Wettbewerb bestehen zu können, brauchen Unternehmen Innovationen und hervorragende Mitarbeiter. Beides fällt nicht vom Himmel und bedarf neben einer vorausschauenden Wirtschaftspolitik vor allem auch eines: bester Bildung.

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Unser Land zum Silicon NRW machen

Von Dr. Hannes Ametsreiter

CEO Vodafone Deutschland

Industriekultur. Wirtschaftswunder. Machertum. Das ist für mich die DNA Nordrhein-Westfalens, vor allem der Region Rhein/Ruhr. Die pulsierende Region im Herzen Deutschlands prosperierte im 18. Jahrhundert und machte NRW zum führenden Industrieland. Von Bergbau über Hüttenindustrie bis zu chemischen Großbetrieben. Ein Wirtschaftsmotor, der seinesgleichen suchte.

Aber wo stehen wir heute? Heute müssen wir Wohlstand und Prosperität für dieses Land auch in Zukunft sichern. Weiterlesen

Kultur des Wandels: Auf Digitalisierung folgt Humanisierung

Von Oliver Burkhard

Arbeitsdirektor und Personalvorstand der thyssenkrupp AG

Welche Führungskultur brauchen Unternehmen, um erfolgreich zu sein? Wie beweglich und flexibel müssen sie sein? Bei thyssenkrupp haben wir eine klare Vorstellung davon.

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Digitalisierung als doppelte Herausforderung

Von Carsten Fiedler

Chefredakteur Kölner Stadt-Anzeiger

Metall- und Medienbranche haben heute manches gemeinsam: So sind beide in einem tiefgreifenden Strukturwandel begriffen, und beide sind für unser Bundesland Nordrhein-Westfalen von herausragender Bedeutung. 24.000 Unternehmen mit mehr als 400.000 Beschäftigten und mehr als 122 Milliarden Euro Umsatz machen NRW zu einem der führenden Medien- und Kommunikationsstandorte Deutschlands. In dieser Landschaft ist die DuMont Mediengruppe ein ebenso traditionsreicher wie innovativer Akteur.

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Der wichtigste Beitrag für Arbeitsplätze kommt von den nordrhein-westfälischen Unternehmen

Von Armin Laschet

Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen

Wir leben in bewegten Zeiten, und damit meine ich nicht nur den schwierigen Prozess der Regierungsbildung auf Bundesebene. Auch in Nordrhein-Westfalen ändert sich vieles: In diesem Jahr schließen die letzten beiden Steinkohle-Bergwerke in Nordrhein-Westfalen, Prosper-Haniel in Bottrop und das Bergwerk Ibbenbüren. Eine prägende Ära der Industriegeschichte unseres Landes geht zu Ende. Dieses Jahr ist auch das entscheidende Jahr in den Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Großbritannien ist nicht nur unser Patenland, da die Gründung Nordrhein-Westfalens von ihm ausging, es ist auch einer unserer wichtigsten Handelspartner. Beim Brexit steht viel auf dem Spiel für unsere Wirtschaft und unsere Arbeitsplätze. In diesem Jahr müssen wir auch positive Antworten finden auf die Europa-Initiative des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Weiterlesen

Das Gespenst

Von Ulli Tückmantel

Chefredakteur Westdeutsche Zeitung

Ein Jahr vor dem 200. Geburtstag von Karl Marx 2018 geht wieder einmal ein ökonomisches Gespenst um in Europa – das Gespenst der Digitalisierung. Es verspricht mehr Wohlstand als aller Fortschritt vor ihm, und es droht zugleich mehr Arbeitsplätze zu zerstören als die Industrielle Revolution. Seinem Ruf folgt ein Latte-Laptop-Prekariat von StartUp zu StartUp, es gebiert Investoren-Träume von unermesslichem Reichtum, und manchmal scheitert die Weltherrschaft der Kapuzenpulli-Träger scheinbar nur noch am fehlenden Breitband. Hier das Protokoll einer ganzjährigen Spurensuche:

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