Klartext im Westen

Der NRW-Wirtschaftsblog

Schlagwort: Arbeitsmarkt

Industriemüdigkeit vorbeugen – Mehr Wertschätzung für Wertschöpfung

Von Karl-Josef Laumann

Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

Wenn ich die Zeitung aufschlage, gewinne ich mehr und mehr den Eindruck, dass in Deutschland ein neuer Trend um sich greift. Ich würde ihn „Industriemüdigkeit“ nennen. Die Ansiedlung moderner Fabriken, große Infrastrukturprojekte sowie günstige und versorgungssichere Energie stoßen in der öffentlichen Diskussion zunächst auf generelle Skepsis – örtlich sogar auf erheblichen Widerstand. Stattdessen begeistern sich die Menschen für grüne Energien und breite Fahrradstraßen in den Innenstädten, smarte Start-Ups und kleine Manufakturen. Das sind populäre, mehrheitsfähige Themen. Weiterlesen

Hände weg von der Tarifautonomie – nicht nur in NRW

Von Dr. Luitwin Mallmann

Hauptgeschäftsführer der Landesvereinigung der Unternehmensverbände NRW

In diesen Tagen wird an die Begründung der Tarifautonomie durch das Stinnes-Legien-Abkommen vor 100 Jahren erinnert. Damals gab es das Land NRW noch nicht und dennoch hat das Jubiläum viel mit uns zu tun. Dabei denke ich weniger an die Tatsache, dass der Unternehmer Hugo Stinnes aus Mülheim an der Ruhr kam und der Kern seines Geschäftes am Rhein und Ruhr lag.

Ich glaube vielmehr, dass das demokratische Prinzip Tarifautonomie in unserem industriellen Ballungsraum auf besonders fruchtbaren Boden gefallen ist.

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Auch in der Fachkräftesicherung schlagen die Besseren die Guten!

Von Dr. Joachim Basler

Bereichsleiter  Personal und Kaufmännisches der Gelsenwasser AG

Inzwischen besteht ein Arbeitsmarkt, der diese Bezeichnung zu Recht trägt. Für den Berufsstand handlungsorientierter Personaler ein glücklicher Umstand mit Herausforderungen und Chancen. Ausgerechnet in den Bereichen, die am meisten Nachwuchs brauchen, finden sich – nicht nur in der Ausbildung – die wenigsten Bewerber.

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Von schönem Wohnen können wir nicht leben!

Von Sven Kramer

Stellv. Bundesvorsitzender des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen und Geschäftsführer der PEAG Holding GmbH

Mit einem gewissen Stolz zeigen unsere Bürger ihren auswärtigen Gästen, wie grün und lebenswert unser Ruhrgebiet geworden ist. Und tatsächlich hat ein Wandel stattgefunden, der die Tourismuszahlen stetig steigen lässt. Wir bewegen uns hier zunehmend auf zu Radschnellwegen ausgebauten Bahntrassen, genießen eine herausragende kulturelle Vielfalt, verfügen über eine beispiellose Hochschuldichte und arbeiten an modernen Bürostandorten wie dem Duisburger Innenhafen. Unsere Freizeit können wir in den attraktiven Naherholungsgebieten wie dem Essener Baldeneysee oder dem Dortmunder Phoenixsee genießen. Es wurde viel erreicht in dieser vom Strukturwandel so stark betroffenen Region. Viele neue Arbeitsplätze sind in den Branchen IT und Logistik entstanden.   Weiterlesen

Integration von Flüchtlingen: Herausforderung und Chance zugleich

Von Horst-Werner Maier-Hunke

Geschäftsführer DURABLE Hunke & Jochheim GmbH & Co. KG

In den letzten Jahren ist die Zahl der geflüchteten Menschen deutlich angestiegen. Auch wenn der Zustrom zur Zeit wieder abgeflaut ist, bleibt doch die entscheidende Frage: Wie gelingt es uns, diese Menschen zu integrieren? Gerade wir in NRW wissen was Zuwanderung bedeutet, denn sie prägt unser Land schon seit langem. Der Blick zurück zeigt: Integration kann gelingen und bereichert unsere Gesellschaft. Klar ist aber auch: Integration ist kein Selbstläufer, sondern braucht klare Regeln, gute Rahmenbedingungen und intensive Anstrengungen auf allen Seiten. Weiterlesen

Wahljahr 2017: Unsere Alternative heißt Gerechtigkeit und Solidarität

Von Knut Giesler

Bezirksleiter der IG Metall Nordrhein-Westfalen

Noch vor wenigen Wochen habe ich mit größter Sorge auf die in diesem Jahr stattfindenden Wahlen im Bund und in NRW geblickt. Mit dem Schüren von Ängsten, dem Spielen mit Ressentiments, dem gezielten Einsatz von Provokationen und Tabubrüchen sowie dem Aufbau einer Anti-Establishment-Stimmung bestimmte die AfD die politische Agenda und  wirkte als Antreiber für Themen und Debatten. Es stand zu befürchten, dass dieses Agenda-Setting  zu einem Wahlkampf führt, der durch ein Überbieten von Renationalisierungs-, Ausgrenzungs- und Repressionsvorschlägen geprägt sein würde.

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