Von Michael Mronz

Unternehmer und Gründer der Rhein Ruhr City-Initiative

Wie sieht die Zukunft der Mobilität in Nordrhein-Westfalen aus? Welchen Herausforderungen gilt es sich in den Bereichen Digitalisierung, Infrastruktur und der Schaffung der Arbeitsplätze von morgen zu stellen? Fragen, mit denen der Sport augenscheinlich wenig zu tun hat. Oder haben Olympische und Paralympische Spiele in einer Rhein Ruhr City 2032 die Kraft, diese Themen voranzutreiben? Ich bin der Überzeugung: Ja, denn im „Wir“ steckt die große Chance unserer Metropolregion.

Unter Berücksichtigung einer nachhaltigen und ökonomisch-ökologisch sinnvollen Kosten-Nutzen-Relation setzen wir im Konzept der Rhein Ruhr City 2032-Initiative auf knapp 90% bereits vorhandener Sportstätten an Rhein und Ruhr, die für Olympische Spiele benötigt werden. 14 Kommunen sind aktuell Teil des Sportstättenkonzeptes. 14 Kommunen, die sich für die Idee begeistern, Kräfte und Synergien für ein übergeordnetes Ziel zu bündeln: die Olympischen und Paralympischen Spiele 2032 nach Nordrhein-Westfalen zu holen.

Das Kirchturmdenken der einzelnen Städte wurde dafür bereits abgelegt, zwischen den Kommunen ist ein neues „Wir-Denken“ entstanden. In diesem „Wir“, mit Olympia 2032 als übergeordnetem Projekt und mit einem vorgegebenen, zeitlichen Zielkorridor steckt meiner Meinung nach die große Chance, die Kernthemen der Zukunft entscheidend voranzutreiben.

Millionen Pendler an Rhein und Ruhr erwarten Lösungen in Fragen der Mobilität für die Metropolregion, in der sie leben und arbeiten. Es kann nicht sein, dass in Düsseldorf eine Bahn auf die Gleise geht, die in Duisburg nicht in den Bahnhof einfahren kann; unterschiedliche Eisenbahntrassen im Ruhrgebiet nicht dem heutigen Anspruch gerecht werden, untereinander kompatibel zu sein oder der RRX Jahre braucht, um auf die Schiene zu kommen.

Die Antwort der Mobilität der Zukunft kann zum einen nur in der Vernetzung von ÖPNV, Fernverkehr und dem Individualverkehr innerhalb der Metropolregion liegen. Zum anderen in der Digitalisierung. Ein Beispiel: Digitalisieren wir das jetzige Schienennetz in NRW in seiner gesamten Fläche, können 40% mehr Züge eingesetzt werden, was zu einer höheren Taktung und Frequentierung des ÖPNV und Fernverkehrs führt, ohne dass ein Kilometer Schiene neu verbaut werden muss!

„2032 können wir mit diesem Potential und den Olympischen und Paralympischen Spielen als gemeinsamer Motor eine der modernsten Metropolregionen Europas sein.“

Einhergehend damit stellt sich auch die Frage, wo die Menschen in Zukunft arbeiten. Wo entstehen die Arbeitsplätze von morgen? Rund um die Universitäten. Über 500.000 Studenten an Rhein und Ruhr sind ein einzigartiges Potential.

Das neue Wir-Denken kann helfen, Barrieren abzubauen und gemeinsame Lösungen schneller und effizienter zu entwickeln, die es am Ende ermöglichen, die Städte untereinander optimal zu vernetzen und damit für eine bessere Work-Life-Balance der Bürgerinnen und Bürger zu sorgen!

Ein spannendes Thema ist in dem Kontext auch das der Smart City. Wie sehen die Städte der Zukunft aus? Wie verhält es sich mit der letzten Meile, wie gehen wir das Thema der CO2-Neutralität an? Die Rhein Ruhr City 2032-Initiative verfolgt das Ziel, das Olympische Dorf 2032 so zu planen, dass es als Pilotprojekt für die Smart City der Zukunft dienen kann.

Mit dem Kongress Metropolitan Cities, der am 16. und 17. Juli zum zweiten Mal in Aachen stattfindet, haben wir eine Plattform geschaffen, auf der diese Fragen und Zukunftslösungen für unser Land erarbeiten werden. Zahlreiche Unternehmen, Forschungseinrichtungen und die öffentliche Hand haben sich zusammengeschlossen, um Innovationen rund um das Thema nachhaltige, vernetzte Mobilität und Digitalisierung zu entwickeln und zu fördern.

Metropolitan Cities bildet den Rahmen und Think Tank für Vordenker und Akteure, welche die Zukunft aktiv mitgestalten wollen. Neben Entscheidungsträgern der Wirtschaft, Visionären, Wissenschaftlern und Politikern, stellen Investoren und Startups den enorm wichtigen Netzwerk-Charakter des Kongresses dar, welcher zur Entwicklung neuer Geschäftsideen und -felder führen soll.

Wenn Sie mich fragen, wie konkret die vernetzte Mobilität der Zukunft aussehen wird, dann kann ich Ihnen das heute nicht beantworten. Wenn wir aber sehen, wie die Digitalisierung unser Leben in den letzten 10 Jahren verändert hat, Stichwort Smartphone,  dann glaube ich ist es jetzt an der Zeit, unsere Chance zu nutzen und eine Vision aufzusetzen, die die Metropolregion Rhein Ruhr fit für die Zukunft macht. Mit 10 DAX-Unternehmen, 11 MDAX-Unternehmen, 450.000 mittelständischen Unternehmen und 500.000 Studenten besitzt die Metropolregion ein weltweit einzigartiges Potential.

2032 können wir mit diesem Potential und den Olympischen und Paralympischen Spielen als gemeinsamer Motor eine der modernsten Metropolregionen Europas sein. Dann werden die Spiele auch gerne und wie von selbstverständlich zu uns kommen wollen. In unsere lebenswerte, liebenswerte und sportliche Metropolregion Rhein Ruhr.

Entfachen wir unsere Metropolregion im Wir!

Infokasten:

Die Initiative Rhein Ruhr City 2032 wurde von Michael Mronz im Jahr 2016 gegründet und verfolgt das Ziel, die Olympischen und Paralympischen Spiele 2032 nach Nordrhein-Westfalen zu holen. Sie ist rein privatwirtschaftlich finanziert und wird unterstützt von DAIMLER, EVONIK, ETL, der RAG Stiftung, dem Rheinischen Sparkassen- und Giroverband, den Stadtwerken Köln, Duisburg, Düsseldorf und Aachen sowie der Koelnmesse.

 

Kongress MC 2032:
Der zukunftsweisende Kongress „MC 2032 – Designing Ecosystems for Innovation“, der eingebettet ist in die Olympia-Initiative Rhein Ruhr City 2032 ist auch in diesem Jahr hochkarätig besetzt.

Zahlreiche DAX-Vorstände und CEOs sowie spannende Startups, mittelständische Unternehmen, internationale Speaker und hochrangige Vertreter aus der Politik werden zu dem zweitägigen Kongress erwartet.

Speaker (Auszug): Hannes Ametsreiter, Thorsten Dirks, Guido Kerkhoff, Arndt Klocke, Annegret Kramp-Karrenbauer, Armin Laschet, Carsten Maschmeyer, Andreas Pinkwart, Rolf Martin Schmitz, Frank Strauß, Hendrik Wüst.

Weitergehende Informationen und die Anmeldung zum Kongress Metropolitan Cities unter: www.mc2032.de

#mc2032