Klartext im Westen

Der NRW-Wirtschaftsblog

Kategorie: Allgemein (Seite 1 von 10)

Europa besser machen – eine historische Chance

Von Michael Bröcker

Chefredakteur Rheinische Post

Wie bitte? Ein positiver Text zu Europa? Ausgerechnet jetzt. Es geht doch alles den Bach runter mit dem angeblichen Zukunfts- und Schicksalsprojekt Europa (Helmut Kohl). Die Briten wollen uns verlassen, die Italiener wollen den Stabilitätspakt austricksen, die Ungarn liebäugeln mit illiberalen Demokratien und in Frankreich demonstrieren Tausende gegen den Liebling der Herzenseuropäer. Zerstritten in der Migrationsfrage, zerrieben zwischen Europaskeptikern in Washington und Europagegnern im Osten. Verschuldet, alt, träge. Weiterlesen

Europa als Chance: Gerecht und ökologisch wirtschaften

Von Monika Düker

Vorsitzende der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag Nordrhein-Westfalen

Bei der Europawahl 2019 steht viel auf dem Spiel. Fällt unser Kontinent in den Nationalismus zurück? Kapituliert die Politik vor den gesellschaftlichen und globalen Herausforderungen? Oder schafft es die Europäische Union sich kraftvoll zu erneuern? Ich bin mir sicher, dass nur ein vereintes Europa die großen Herausforderungen lösen kann. Weiterlesen

Den Binnenmarkt gibt es nicht umsonst!

Von Thomas Kutschaty

Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion NRW

Warum uns der Brexit eine Lehre sein sollte

„Die Geschichte“, schrieb einst Ingeborg Bachmann, „lehrt dauernd, aber sie findet keine Schüler.“ Haben wir Deutschen und Kontinentaleuropäer schon begriffen, dass der Brexit auch für uns eine Lehre sein sollte? Ich glaube das nicht. Wir reden zwar stets von der „historischen Zäsur“, die der Austritt Großbritanniens für die Europäische Union bedeute, halten ihn aber eigentlich für ein britisches Problem. Aus einer vermeintlich überlegenen Position blicken wir mit einer Mischung aus Mitleid, Schaulust und Schadenfreude auf die politischen Verwerfungen in Westminster. Alles sehr bedauerlich, so der Subtext unserer öffentlichen Debatten, aber diese Engländer haben es ja nicht anders gewollt. Möge der drohende Abstieg des ehemals großen Britanniens jedem EU-Skeptiker eine Lehre sein. Weiterlesen

Werte-Koalition wider die digitale Diktatur

Von Rainer Maria Woelki

Kardinal der römisch-katholischen Kirche und Erzbischof von Köln

Europa ist die Wiege von Demokratie und Freiheit. Doch damit sei es bald vorbei. So sieht es der Bestsellerautor Yuval N. Harari in seinem jüngsten Buch „21 Lektionen für das 21. Jahrhundert“: Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Big Data usw. übernehmen bald das Kommando. Algorithmen spähen immer mehr unsere Gefühle aus und machen sich die Menschen gefügig. Eine Avantgarde baut schleichend eine digitale Diktatur auf, hält die Untertanen in Schach, ohne dass diese das als bedrohlich wahrnehmen. Das Ende der Freiheit sei also schon angebrochen. Und die meisten Menschen werden überflüssig. Was dann wohl aus denen wird? Weiterlesen

Wenn es Europa nicht gäbe, wir müssten es erfinden

Von Prof. Dr. Andreas Pinkwart

Minister für Wirtschaft, Innovation, Digistalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

Mit der Wahl des Europäischen Parlaments im Mai 2019 steht uns eine richtungsweisende Wahl für die Zukunft Europas bevor. Denn noch nie war es so wichtig, dass sich Menschen für die europäische Idee einsetzen und europafeindlichem Populismus die Stirn bieten. Die Rolle Europas als Fundament von Freiheit, Frieden und Demokratie hat sich über Jahrzehnte bewährt. Seiner wachsenden Bedeutung für fairen Welthandel, digitalen Fortschritt, Klimaschutz und Energie sowie innere und äußere Sicherheit müssen wir uns noch bewusster werden und uns gezielt auf die gemeinsame Gestaltung dieser Themen konzentrieren. Oder anders gewendet: Wenn es Europa nicht gäbe, wir müssten es erfinden!  Weiterlesen

Es geht um die Zukunft unseres Kontinents

Von Arndt G. Kirchhoff

Präsident von unternehmer nrw und CEO der Kirchhoff Holding GmbH und Co. KG

Wir leben in turbulenten Zeiten. Mitten im Spannungsfeld vieler weltpolitischer Krisenherde steht Europa vor einem ganz entscheidenden Jahr. Da ist zunächst der Brexit: Käme es, wie von vielen befürchtet, am 29. März dieses Jahres zu einem „harten“ EU-Austritt der Briten, würde dies unweigerlich dramatische Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft haben. Ungeachtet der selbst heute noch schwer zu beziffernden Kosten trifft uns Deutsche vor allem der Umstand, dass mit Großbritannien ein wichtiger Verbündeter und verlässlicher Partner die Europäische Union verlässt, dessen Wertegerüst und wirtschaftliche Grundüberzeugung zu Wettbewerb und Marktwirtschaft jener der Deutschen ähneln.

Weiterlesen

Migrantenunternehmen: Wichtiger Erfolgsfaktor für Nordrhein-Westfalen

Von Serap Güler

Integrationsstaatssekretärin des Landes Nordrhein-Westfalen

Was haben eine Personalmanagementfirma, ein medizinisches Versorgungszentrum für Zahnheilkunde und ein Übersetzungs- und Dolmetscherdienst gemeinsam? Sie sind Unternehmen aus NRW, sorgen mit ihren Innovationen dafür, dass unser Leben leichter wird – und: Sie werden von Migrantinnen und Migranten geführt. Drei Beispiele, die zeigen, wie vielfältig unsere Wirtschaft ist.

Weiterlesen

Die Steinkohle geht, der Strukturwandel bleibt

Von Dr. Jürgen-Johann Rupp

Vorstand Finanzen RAG Aktiengesellschaft

„Die Kohle geht, die Probleme im Ruhrgebiet bleiben“, wie oft wurde in jüngerer Zeit dieses Mantra kommuniziert. Aber auch so gegensätzliche Sätze wie „Der Strukturwandel ist beendet“ oder „Das Ruhrgebiet bleibt nach Kohle und Stahl abgehängt“, sind immer wieder zu lesen. Lebt und arbeitet man in dieser Region, so kann man feststellen, weder übergroße Skepsis noch zu großer Optimismus bestimmen die Lebenswirklichkeit der Entwicklung. Dabei fällt auf, dass in den öffentlichen Diskussionen weniger die positiven Beispiele als mehr die negativen Begleiterscheinungen des Wandels der Ruhrregion eine Rolle spielen. Schade eigentlich, denn es ist bereits Vieles bewegt worden und viel Positives auf dem Weg. Weiterlesen

Industriemüdigkeit vorbeugen – Mehr Wertschätzung für Wertschöpfung

Von Karl-Josef Laumann

Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

Wenn ich die Zeitung aufschlage, gewinne ich mehr und mehr den Eindruck, dass in Deutschland ein neuer Trend um sich greift. Ich würde ihn „Industriemüdigkeit“ nennen. Die Ansiedlung moderner Fabriken, große Infrastrukturprojekte sowie günstige und versorgungssichere Energie stoßen in der öffentlichen Diskussion zunächst auf generelle Skepsis – örtlich sogar auf erheblichen Widerstand. Stattdessen begeistern sich die Menschen für grüne Energien und breite Fahrradstraßen in den Innenstädten, smarte Start-Ups und kleine Manufakturen. Das sind populäre, mehrheitsfähige Themen. Weiterlesen

Wir brauchen mutige Signale für neue Projekte

Von Michael Vassiliadis

Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE)

NRW ist nicht nur Herzkammer des Wirtschaftsstandorts Deutschland, es ist auch so etwas wie seine Energiezentrale. Ohne die Kraftwerke an Rhein und Ruhr würden die Bundesbürger wahrscheinlich alsbald im Dunkeln sitzen – und die benachbarten Belgier gleich mit. Allein der aktuell so heiß diskutierte Braunkohle-Tagebau Hambach steht für 15 Prozent der NRW- und für 5 Prozent der gesamtdeutschen Stromversorgung. Das ist nur ein Grund von vielen, warum wir als IG BCE in der aktuellen Diskussion um die Zukunft der deutschen Stromversorgung und der Klimapolitik für eine Energiewende mit Vernunft und sozialer und ökonomischer Ausgewogenheit eintreten. Weiterlesen

Ältere Beiträge