Klartext im Westen

Der NRW-Wirtschaftsblog

Autor: Neuhaus, Egbert

Wir brauchen mehr Europa, nicht weniger

Von Egbert Neuhaus

Geschäftsführender Gesellschafter der M. Westermann & Co. GmbH und Vorsitzender des Unternehmensverbandes Westfalen-Mitte

Eines mal vorab: Wir bei der Firma WESCO zeigen Flagge für Europa. Seit einigen Wochen flattert die Europaflagge vor dem Eingang zum Stammsitz meines Unternehmens in Arnsberg. Es ist mir ein inneres Bedürfnis, mich auch öffentlich sichtbar zu einem starken und geeinten Europa zu bekennen. Ich gehe davon aus, dass in den nächsten Wochen auch noch viele andere Betriebe in Nordrhein-Westfalen Europaflaggen hissen werden. Was mich besonders freut: Ich weiß, dass viele unserer Mitarbeiter unser Bekenntnis für Europa gut finden. Das ist nicht selbstverständlich. Bei uns im Unternehmen wird ohnehin derzeit viel über Europa gesprochen. Etwa darüber, dass jüngst eine Million Briten auf die Straße gegangen sind, um gegen den Brexit zu demonstrieren. Weiterlesen

Brückenschlag Südwestfalen – Ruhrgebiet Vernetzung stärkt den Standort NRW

von Egbert Neuhaus

Vorsitzender des Unternehmensverbandes Westfalen-Mitte, und Geschäftsführender Gesellschafter der M. Westermann & Co. GmbH

Unternehmerisches Handeln bedeutet, Potenziale zu suchen, zu identifizieren und zu entfalten, ist also stets auf die Zukunft ausgerichtet. Ein wesentliches Thema, das aktuell und auch in Zukunft die Wirtschaft und ihre Vertreter beschäftigt, ist die Stärkung des Wirtschaftsstandortes NRW. Hier müssen neue Möglichkeiten gefunden und genutzt werden. Und einige Möglichkeiten liegen nicht weit entfernt. Wenn man sich in der eigenen Region, Südwestfalen, und der Nachbarregion, dem Ruhrgebiet, umsieht, erkennt man Chancen der Zusammenarbeit, der Vernetzung. Ein vermeintliches Handicap der einen Region kann durch die Zusammenarbeit mit der anderen, benachbarten Region womöglich in einen Aktivposten verwandelt werden, von dem beide Regionen letztendlich profitieren. Südwestfalen und das Ruhrgebiet haben beide einen Strukturwandel vollzogen. Südwestfalen, früher der Vorgarten des Ruhrgebietes genannt, hat sich zur drittstärksten Industrieregion des Landes entwickelt. Das Ruhrgebiet, ehemals bekannt als industrielle Einheit mit rauchenden Schloten, wandelte sich zu einer hochdifferenzierten und leistungsstarken Wissenschaftsregion. Diese neuen Potenziale können und sollten in und für beide Regionen, aber auch für NRW, zur Entfaltung gebracht werden. Das Zusammenführen der neuen Kompetenzen beider Regionen stärkt weiter ihre Stärken und schwächt ihre Schwächen.

Weiterlesen