Klartext im Westen

Der NRW-Wirtschaftsblog

Zeit für das grüne Wirtschaftswunder

Von Mona Neubaur

Landesvorsitzende BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW

Die Zahlen sind katastrophal: Über 10% Einbruch beim BIP, die Steuereinahmen verzeichnen sogar ein Minus von 20%. Und nun? Braucht es ein Wunder – ein grünes Wunder.

Zu jedem Weg aus der Krise gehört als erster Schritt, sie als Krise zu erkennen, sie anzunehmen als Bedrohung, die nicht weniger als die Existenz in Frage stellt. Der Einbruch durch Corona war so massiv, dass wohl jede und jeder den Krisencharakter sieht. Wahr ist aber auch: Es gibt weitere Krisen zu bewältigen. Die Klimakrise kommt nicht so plötzlich, aber sie schlägt mit ungeheurer Wucht zu. Bei Corona können wir auf einen Impfstoff hoffen, auf Medikamente und ein irgendwie geartetes Zurück zur Normalität. Bei der Klimakrise ist das grundsätzlich anders. Die Erderhitzung ist da. Sie kann nicht mehr aufgehalten werden. Die Frage ist, können wir sie so verlangsamen, dass die damit verbundenen Folgen noch handhabbar bleiben.

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Messen: der direkte Weg in die Normalität

Von Gerald Böse

Vorsitzender der Geschäftsführung der Kölnmesse

Messen waren und sind von den Auswirkungen der Pandemie mit als erste und mit großer Wucht betroffen. Messen werden auf weltweiter Ebene aber auch ein hochwirksamer Katalysator auf dem Weg zurück zu wirtschaftlicher Normalität sein.

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Die Wirtschaft braucht neue Wachstumsimpulse

Von Alexander Graf Lambsdorff

stellv. Fraktionsvorsitzender der FDP im Bundestag

Die rasante Verbreitung des neuartigen Corona-Virus hat zu einer der größten Wirtschaftskrisen seit Bestehen der Bundesrepublik geführt. Viele Unternehmen verzeichnen radikale Umsatz- und Gewinnausfälle, der Arbeitsmarkt ist angespannt. Anfang Juli 2020 verkündete das das Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung, dass die Wirtschaftsleistung in NRW um etwa 5,5 Prozent zurückgehen wird. Trotz dieser Hiobsbotschaft steht NRW im bundesweiten Vergleich noch relativ gut da – für ganz Deutschland prognostiziert das RWI 5,8 Prozent Wirtschaftsrückgang.

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Wenn NRW jetzt nicht seine Chancen nutzt, wann denn dann?

Von Dr. Andre Carls

Vorsitzender des Bankenverbands NRW

„Wir erwarten nach dem Tiefpunkt im 2. Quartal eine Stabilisierung der Konjunktur in der 2. Jahreshälfte 2020 und sogar wieder ein Wachstum im nächsten Jahr“, so die Prognose unserer Bank-Volkswirte. Also Licht am Ende des Tunnels?

Corona ist eine der schwersten Krisen für die Wirtschaft, und über den Berg sind wir noch lange nicht. Aus Sicht der privaten Banken sehen wir derzeit ein zweigeteiltes Bild: Selbstständige und kleine Unternehmen, die sehr schnell durch den abrupten Lockdown in Liquiditätsengpässe hineingeraten sind und die dringend die Soforthilfen in Anspruch nehmen mussten. Und auf der anderen Seite viele größere, auch international tätige Mittelständler, die aufgrund einer besseren und langfristig angelegten Liquiditätsausstattung noch weiterhin ganz „normales“ Kreditgeschäft machen. Und das gibt es auch mitten in der Krise: Unternehmer, die investieren, Geschäftsmodelle und Lieferketten diversifizieren oder sich sogar durch Zukäufe im Wettbewerb stärken. Weiterlesen

Erholtes Geschäftsklima gibt Hoffnung

Von Eckhard Forst

Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK

Mit den ersten Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen schöpfen viele Unternehmen wieder Hoffnung. Die konjunkturelle Talfahrt ist vorerst gestoppt. Das belegt das NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima vom Mai. Nachdem es im April mit -40,6 Saldenpunkten ein historisches Tief erreicht hatte, kletterte das Stimmungsbarometer für die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen im Mai wieder nach oben und erreichte -29,8 Punkte.

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Neustart nach Corona: Wie wir den Weg zum Aufsteigerland Nordrhein-Westfalen weitergehen

Von Lutz Lienenkämper MdL

Minister der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen wird wieder Aufsteigerland. Mit dem Versprechen, dafür die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, ist die Landesregierung 2017 angetreten. Mit Zukunftsinvestitionen, der Entfesselung der Wirtschaft und – erstmals seit fast 50 Jahren wieder –ohne Neuverschuldung in den Haushaltsplänen hat sich Nordrhein-Westfalen schnell und kraftvoll auf den Weg nach oben gemacht: Der Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Jahren besser entwickelt als in Deutschland insgesamt. Bei der Wirtschaftsentwicklung haben wir den Rückstand zu anderen Ländern verringert. Die Finanzkraft Nordrhein-Westfalens ist 2018 im Vergleich zu anderen Ländern erstmals seit 2009 wieder angestiegen. Seit 2017 konnten wir so Schulden in Höhe von 645 Mio. Euro tilgen und haben mehr als 3 Mrd. Euro für die Risikovorsorge – also Vermögensbildung – bereitgestellt.

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Raus aus der Krise – auch mit Hilfe der Kommunalpolitik

Von Dr. Frank Hoffmeister

Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes der Metall- und Elektro-Industrie Lüdenscheid e.V.  und Geschäftsführer der Firma Schrauben Betzer GmbH & Co. KG in Lüdenscheid

Zunächst einmal spreche ich der Bundesregierung ein Lob aus für die vielen schnellen und richtigen Entscheidungen zur Linderung der Auswirkungen der Corona-Pandemie. Die zügig ausgeweiteten Kurzarbeitsregelungen, die schnell gewährten Soforthilfen – ergänzt um Maßnahmen der NRW-Landesregierung – und das zuletzt verabschiedete Konjunkturpaket tragen dazu bei, die wirtschaftlichen Einbußen abzufedern und viele Arbeitsplätze zu erhalten. Das Wichtigste ist bisher gelungen, nämlich die Ausbreitung der Covid19-Krankheit in Deutschland vergleichsweise gering zu halten.

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Raus aus der Schockstarre!

Von Arndt G. Kirchhoff

Präsident von unternehmer nrw und CEO der KIRCHHOFF Holding GmbH und Co. KG

Die nächsten Wochen werden entscheidend sein, ob unsere Wirtschaft mit einem blauen Auge aus der Krise herauskommt oder dauerhaft schwere Schäden davonträgt. Machen wir uns nichts vor: Je länger diese Rezession dauert, desto mehr Unternehmen und Arbeitsplätze werden wir verlieren.

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Jetzt die Weichen für die Zeit nach Corona stellen

Von Dirk Grünewald

Präsident Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen;
Geschäftsführender Gesellschafter Heinrich Grünewald GmbH & Co. KG, Oberhausen

Die Covid-19-Pandemie hat das private und öffentliche Leben und nicht zuletzt große Teile unserer Wirtschaft zur Vollbremsung gezwungen – innerhalb kürzester Zeit standen ganze Branchen still. Erst langsam und mit aller gebotenen Vorsicht sind wir dabei, diesen Stillstand Schritt für Schritt wieder tastend zu verlassen.

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Stichtag 6. Mai – Lockerungen für das Gastgewerbe – jetzt

Von Bernd Niemeier

Präsident DEHOGA Nordrhein-Westfalen e.V.

Wir haben die falsche Geschäftsidee. Nicht grundsätzlich. Aber momentan. Wir führen Kneipen, Restaurants, Cafés, Clubs, Hotels, Pensionen und versorgen Veranstaltungen, Schulen und Events. Wir sind immer da, wo Menschen zusammenkommen. Häufig sind wir auch einfach der Grund, warum Menschen zusammenkommen. Wir sind Treffpunkt, zweites Wohn- und Schlafzimmer, wir bieten Diskussions-, Genussräume, wir lassen bei uns tanzen. Unsere Angebote sind analog, auf Nähe und Miteinander ausgerichtet. In Zeiten der Corona-Krise ist genau das aber nicht nur unerwünscht. Schlimmer. Es ist verboten, weil wir das Gegenteil von Mindestabstand sind.

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