Klartext im Westen

Der NRW-Wirtschaftsblog

Erst erwirtschaften, dann verteilen

Von Andreas Busacker

CFO Schmitz Cargobull AG und Vorsitzender des Verbandes Münsterländischer Metallindustrieller

Es ist die heiße Phase des Wahlkampfs: In wenigen Tagen wissen wir, welchen Parteien der Souverän für die nächsten vier Jahre sein Vertrauen schenken will. Fest steht: Es werden entscheidende Jahre für unser Land werden. Denn es werden die Weichen dafür gestellt, ob Deutschland ein Industrieland bleiben wird, ob wir die Mammut-Aufgabe der Dekarbonisierung ökonomisch und auch sozial bewältigen können, ob wir bei der Digitalisierung unseres Landes vorankommen und ob wir der großen Herausforderung der demografischen Entwicklung mit den richtigen Maßnahmen begegnen.

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Weniger Staat – mehr Markt

Von Dr. Margarete Haase

Vorsitzende von kölnmetall

Endlich! In der jetzt heißen Phase des Bundestagswahlkampfes haben sich die Parteien nun doch noch dazu durchgerungen, inhaltliche Debatten in den Mittelpunkt der Auseinandersetzung zu stellen. Das war dringend nötig, denn die Wählerinnen und Wähler wollen schließlich wissen, mit welchen Programmen die Parteien gedenken, Deutschland in eine hoffentlich gute Zukunft zu führen. Für die vielen Nebensächlichkeiten über die – neudeutsch gesprochen – „persönliche Performance“ der Kandidaten, über die zuvor so lustvoll debattiert wurde, hatten viele Menschen längst kein Verständnis mehr.

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Gutes Krisenmanagement gefragt

Von Horst Gabriel

Geschäftsführender Gesellschafter der Ernst Ludwig Emde GmbH und Vizepräsident unternehmer nrw

Alle reden vom Klimaschutz, aber kaum jemand will bei sich selber anfangen, sondern erst einmal von der Politik einfordern. Wir brauchen aber eine Einstellung, bei der jeder in seinem Bereich anpackt und nicht reihum auf den anderen zeigt. Und das ist die Stärke der Wirtschaft. Allein schon aus Gründen der Ökonomie ist die Ökologie seit Jahrzehnten im Vordergrund, sei es bei den Prozessen in den Betrieben oder beim Bau der Unternehmen. Nur so entstehen zukunftssichere Arbeitsplätze. Politik darf die Wirtschaft nicht blockieren, so wie es das grüne Umweltministerium in NRW in der letzten Legislaturperiode jahrelang gemacht hat. Im Gegenteil, wir brauchen mehr Tempo bei der Umsetzung, sonst schaffen wir als Gesellschaft die ambitionierten Ziele der Politik nicht. Denn ohne funktionierende Wirtschaft kommen sowohl der Arbeitsmarkt und auch das Gemeinwesen schnell in massive Schwierigkeiten. Logisch, aber in der Politik selten wiederzufinden.

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Agenda 2030 – für einen modernen Sozialstaat

Von Johannes Vogel

Stellv. Bundesvorsitzender der FDP und Generalsekretär der FDP NRW

Deutschland steht vor enormen Herausforderungen: Demographischer Wandel, ein veraltetes und zunehmend von Steuern finanziertes Rentensystem, veraltete Rechtslagen beim mobilen Arbeiten und eine von einer weltweiten Pandemie getroffene Wirtschaft, um nur einige wenige Themen zu nennen. Die größte Wirtschaftsreform in den vergangenen Jahren war mit der Agenda 2010 eine Sozialreform. Das zeigt: Sozialpolitik ist Wirtschaftspolitik. Was können wir also tun, damit wir unseren Sozialstaat jetzt modernisieren und langfristig auch gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen schaffen? Drei Vorschläge!

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Für einen neuen Bildungsaufbruch

Von Josefine Paul

Fraktionsvorsitzende BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag NRW

Krisen machen nicht nur Defizite wie unter dem viel strapazierten Brennglas deutlich, sie können auch Veränderungsprozesse initiieren. Die Corona-Krise hat die Bildungsmisere in unserem Land auch für den oder die Letzte sichtbar gemacht. Sicherlich war und ist die Pandemie für alle Kinder, Jugendliche und Familien eine besondere Herausforderung. Aber es zeigt sich auch sehr deutlich, dass die Möglichkeiten, durch diese Zeit zu kommen sozial ungleich verteilt sind.

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Bildung ist das Fundament der Zukunft Deutschlands

Von Dirk Wiese MdB

Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion und Sprecher des Seeheimer Kreises in der SPD-Bundestagsfraktion

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie werden uns im Bildungsbereich noch lange beschäftigen. Bei den erheblichen Transformationsherausforderungen unserer Wirtschafts- und Arbeitswelt, steht (Aus-) Bildung am Anfang der Betrachtungen. Wir als SPD haben dabei stets das gleichrangige Zusammenspiel von Wirtschaft, Arbeit und Umwelt im Blick.

Die Pandemie hat vor allem junge Menschen hart getroffen. Sie hat die eklatant unterschiedlichen Niveaus der digitalen Lerninfrastruktur oder beim Personal offengelegt. Nun ist es aber so, dass in den Schulen, Berufsschulen und Universitäten die nächste Generation ausgebildet wird, die zukünftig unser Land voranbringen soll. Deswegen ist es an uns, jetzt die besten Rahmenbedingungen zu schaffen. Und: Wir müssen ihnen und ihrer Zukunft die Aufmerksamkeit entgegenbringen, die sie verdienen. Vor allem nach Corona.

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Die Steuer- und Haushaltspolitik vor neuen Herausforderungen

Von Friedrich Merz

Vizepräsident des Wirtschaftsrats der CDU e.V. und Kandidat der CDU Hochsauerlandkreis für den Deutschen Bundestag

Die Steuerpolitik und die Haushaltspolitik des Bundes geraten so langsam in den Fokus des beginnenden Bundestagswahlkampfes. Angesichts der immer wiederkehrenden Sonderbelastungen – erst die Finanzkrise, dann Corona und jetzt das „Jahrhundert“-Hochwasser – werden Forderungen nach Steuererhöhungen laut. Das kann nicht überraschen, wenn insbesondere der Bundeshaushalt schon in normalen Zeiten ausgeschöpft wird und kaum Reserven für unvorhergesehene Zeiten bereithält.

Was heißt das für die vor uns liegenden Steuer- und Haushaltsjahre?

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Kommunen stärken – Corona-Krise als Chance begreifen

Von Marcus Kaller

Vorstandsmitglied von unternehmer nrw (STRABAG AG)

Die Corona-Pandemie hat die Weltgemeinschaft erschüttert, und der globale Kampf gegen das Virus ist noch nicht gewonnen. Doch zumindest in Deutschland und den anderen großen Industriestaaten wächst mit der täglich zügig voranschreitenden Impfkampagne die begründete Hoffnung, dass der Tiefpunkt der Krise überwunden ist und die ersehnte Normalität im Alltag Schritt für Schritt zurückerobert werden kann. Es ist der richtige Zeitpunkt, innezuhalten für eine kurze Zwischenbilanz.

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Nach Corona: Welche Rahmenbedingungen braucht die Industrie?

Von Matthias Zachert

Vorstandsvorsitzender der Lanxess AG

Ob wir wirklich schon „nach Corona“ sind, können wir sicherlich nicht mit Gewissheit sagen. Doch nach anderthalb Jahren Pandemie klärt sich der Blick. Viele deutsche Unternehmen sind dank schnellem und entschlossenem Handeln gut durch die Krise gekommen, der Staat hat mit seinen Hilfspaketen im großen und ganzen vieles richtig gemacht.

Trotzdem hat die Pandemie wie im Brennglas gezeigt, wo wir besser werden müssen.

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Zukunft beschließen reicht nicht. Jemand muss sie machen.

Von Hans Peter Wollseifer

Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) und Präsident der Handwerkskammer zu Köln

Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Mobilitätswende, Digitalisierung, demografischer Wandel – die Herausforderungen, vor denen Deutschland steht, sind gewaltig. Genau wie die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben. Für das Handwerk steht fest: Unser Land muss seine Zukunftschancen mutiger nutzen, um weiter erfolgreich zu bleiben. Diese Erkenntnis schlägt sich mittlerweile auch in den Wahlprogrammen der Parteien nieder. Doch Papier ist geduldig. Entscheidend ist die Frage: Wer setzt das alles um?

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