Klartext im Westen

Der NRW-Wirtschaftsblog

Wie wird das Ruhrgebiet wieder verrückt auf Zukunft?

Von Tobias Blasius

NRW-Korrespondent der Funke Mediengruppe und Vorsitzender der Landespressekonferenz

Als ich neulich einen Vortrag des Düsseldorfer Architekten Matthias Pfeifer hörte, ging mir eine Folie seiner Powerpoint-Präsentation nicht aus dem Kopf. Pfeifer hatte illustrieren wollen, dass die Gesellschaft doch nicht immer so visionsarm, fortschrittsskeptisch und zukunftsängstlich gewesen sei wie heute. Dass es vor gar nicht so vielen Jahrzehnten mal eine weit verbreitete Lust an verrückten Entwürfen und kühnen Ideen gegeben habe. Pfeifer warf dazu ein fast 20 Jahre altes Ausstellungsplakat des Rheinischen Industriemuseums Oberhausen an die Wand, das damals den Titel trug: „War die Zukunft früher besser? Visionen für das Ruhrgebiet.“

Weiterlesen

Zuhören und vernetzen!

Von Dr. Marcus Korthäuer

Geschäftsführender Gesellschafter der ESPERA-Werke GmbH und Vorstandsvorsitzender der Unternehmerverbandsgruppe in Duisburg

Metropole Ruhr, Stadt der Städte – ein faszinierender Slogan, mit dem der Regionalverband Ruhr (RVR) seit einigen Jahren für einen der größten Ballungsräume in Europa Standortmarketing betreibt. Rund fünf Millionen Einwohner, 155.000 Unternehmen, 1,75 Millionen Arbeitsplätze – das sind imposante Zahlen. Doch wie viel Realität steckt in diesem Slogan? Kann man die Zahlen aus den 53 Städten der Metropolregion einfach addieren und so Stärke generieren?

Weiterlesen

Was Europa für die NRW-Wirtschaft bedeutet

Von Prof. Dr. Andreas Pinkwart

Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

Die kommende Europawahl ist die spannendste, die es bislang gab. Das liegt aber leider nicht in erster Linie daran, dass unterschiedliche Zukunftskonzepte gegeneinander antreten und die Parteien konstruktiv über die Ausrichtung einer gemeinsamen Finanz-, Wirtschafts-, Forschungs-, Außen- und Klima-/Energiepolitik streiten. Der Grund für die Spannung liegt vor allem darin, dass sich alle fragen, wie viele Europagegner künftig im Europaparlament sitzen – mit dem erklärten Ziel, die EU von innen zu schwächen.

Weiterlesen

Damit Europa stark bleibt, müssen wir es weiterentwickeln

Von Martin Schulz MdB

Von 2012 bis 2017 Präsident des Europäischen Parlaments

Selten in der jüngeren Geschichte unserer Welt war es deutlicher zu sehen, warum wir ein starkes und autonomes Europa brauchen: Wir sind mittendrin in einem Handelskrieg zwischen China und den USA. In Washington wird offen mit Strafzöllen auf deutsche Autos gedroht. Das Pariser Klimaschutzabkommen gerät durch den bevorstehenden Austritt der USA ins Wanken und die Spannungen mit dem Iran steigen. Die multilaterale Ordnung gerät in Unordnung. Angesichts dieser Lage brauchen wir ein Europa, das stark genug ist in der Welt für Frieden, Umwelt und Demokratie einzustehen. Dieses starke Europa gibt es aktuell noch nicht. Wenn wir aber wollen, dass Europa den Platz eines wertebasierten Stabilisators in der Welt einnimmt, dann muss sich einiges ändern. Weiterlesen

Das Herz Nordrhein-Westfalens schlägt europäisch

Von Dr. Stephan Holthoff-Pförtner

Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen liegt im Herzen Europas – wie kein Bundesland profitieren wir von der europäischen Einigung. Acht unserer zehn wichtigsten Exportziele befinden sich heute in der Europäischen Union. Besonders intensiv sind die Handelsbeziehungen mit den Niederlanden, Frankreich und dem Vereinigten Königreich. 2017 gingen zwei von drei Exportgütern der nordrhein-westfälischen Wirtschaft in die EU – das sind Waren im Wert von mehr als 125 Milliarden Euro. Weiterlesen

Europa ist längst ein sozialer Kontinent

Von Horst Gabriel

Geschäftsführender Gesellschafter der Ernst Ludwig Emde GmbH und Vizepräsident unternehmer nrw

Die Europäische Einigung ist ein beispielloses Wohlstandsprojekt – gerade auch für uns hier in Nordrhein-Westfalen. Kein anderes Bundesland profitiert so sehr von der Europäischen Union wie wir. Wenn 65 Prozent aller Exporte unseres Landes in die EU-Partnerländer gehen, sichert das viele hunderttausende Arbeitsplätze. Wir können froh und stolz darauf sein, dieses Europa zu haben. Weiterlesen

Die Zukunft Europas liegt in unseren Händen

Von Hans Jürgen Kerkhoff

Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl

Europa und Stahl – beides ist historisch eng miteinander verwoben. Liegt der Ursprung der Europäischen Union doch in der früheren Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS). Seitdem ist die Stahlindustrie in Europa fest mit dem europäischen Projekt verbunden. Und auch heute bekennt sich die Branche in Deutschland zum gemeinsamen Staatenverbund. Deswegen haben die Stahlunternehmen ihre Belegschaften dazu aufgerufen, sich am 26. Mai 2019 an der Europawahl zu beteiligen.

Weiterlesen

Für eine Europäische Union, die schützt

Von Jens Geier

Vorsitzender der SPD im Europäischen Parlament

In der Vergangenheit hatte die europäische Integration die Aufgabe, die Mitgliedstaaten durch wirtschaftliche Kooperation zu verflechten. Das reicht schon lange nicht mehr. Wer die Europäische Union (EU) vor Populisten bewahren will, muss sich für ein Europa einsetzen, das Menschen schützt. Weiterlesen

Europa – so geschätzt wie lange nicht

Von Jörg Schönenborn

Fernsehdirektor des Westdeutschen Rundfunks (WDR)

Vor genau 20 Jahren habe ich begonnen, in der ARD Wahlergebnisse zu analysieren. Wahlabende waren spannend, vor allem in einem „Superwahljahr“, wie wir es in diesem Jahr mit der Europawahl und vier Landtagswahlen vor uns haben. Wir haben ihnen gelassen entgegensehen, die Parteienwelt war übersichtlich. In Deutschland entschieden jahrzehntelang vor allem zwei Volksparteien die Wahlen. Weiterlesen

Wir brauchen mehr Europa, nicht weniger

Von Egbert Neuhaus

Geschäftsführender Gesellschafter der M. Westermann & Co. GmbH und Vorsitzender des Unternehmensverbandes Westfalen-Mitte

Eines mal vorab: Wir bei der Firma WESCO zeigen Flagge für Europa. Seit einigen Wochen flattert die Europaflagge vor dem Eingang zum Stammsitz meines Unternehmens in Arnsberg. Es ist mir ein inneres Bedürfnis, mich auch öffentlich sichtbar zu einem starken und geeinten Europa zu bekennen. Ich gehe davon aus, dass in den nächsten Wochen auch noch viele andere Betriebe in Nordrhein-Westfalen Europaflaggen hissen werden. Was mich besonders freut: Ich weiß, dass viele unserer Mitarbeiter unser Bekenntnis für Europa gut finden. Das ist nicht selbstverständlich. Bei uns im Unternehmen wird ohnehin derzeit viel über Europa gesprochen. Etwa darüber, dass jüngst eine Million Briten auf die Straße gegangen sind, um gegen den Brexit zu demonstrieren. Weiterlesen

« Ältere Beiträge