Klartext im Westen

Der NRW-Wirtschaftsblog

Gemeinsam sind wir stark

Metropole Ruhr braucht noch mehr Tempo und Zusammenhalt

Von Christoph Tesche

Bürgermeister der Stadt Recklinghausen

Fast 20 Jahre ist es her, dass in Recklinghausen die letzte Steinkohle gefördert wurde. Der Strukturwandel hat allerdings auch in unserer Stadt weitaus früher begonnen. Am Ende ist der Prozess aber noch lange nicht. Und klar ist: Die Herausforderungen, die vor uns liegen, können die Kommunen des Ruhrgebiets ganz sicher nicht alleine stemmen. Deshalb ist es richtig, dass die Landesregierung unter Regie von Ministerpräsident Armin Laschet die Ruhr-Konferenz initiiert hat. Nur wenn die Region geschlossen auftritt, haben wir eine Chance, auch im Bund und in Europa, die dringend erforderliche Unterstützung einzufordern. Weiterlesen

Starke Ausbildung für ein starkes Ruhrgebiet

Von Dr. Luitwin Mallmann

Hauptgeschäftsführer unternehmer nrw

Wenn in den kommenden Wochen Bilanz für den NRW-Ausbildungsmarkt gezogen wird, richtet sich wahrscheinlich weiterhin ein sorgenvoller Blick auf das Ruhrgebiet. Denn was das rechnerische Verhältnis von Ausbildungsplätzen und Ausbildungsbewerbern angeht, ist das Bild eindeutig: Das Ruhrgebiet liegt hinter dem NRW-Durchschnitt zurück. Weiterlesen

Das Ruhrgebiet fit machen: Kommunen entschulden und gute Arbeit fördern!

Von Anja Weber

Vorsitzende DGB NRW

Das Ruhrgebiet ist in mancher Hinsicht eine Vorzeigeregion. Der Strukturwandel ist hier deutlich besser gelungen als in anderen Bergbau- und Industrieregionen, zum Beispiel in England oder den USA. Das hat viel mit unserer starken Sozialpartnerschaft zu tun: Gewerkschaften und Unternehmen haben gemeinsam mit der Politik dafür gesorgt, dass kein Kumpel ins Bergfreie fiel und harte soziale Einschnitte verhindert. Auch die verschiedenen Ruhrkonferenzen haben einen positiven Beitrag geleistet. Mit dem milliardenschweren „Aktionsprogramm Ruhr“ startete Johannes Rau 1979 ein Modernisierungsprojekt, das in Wissenschaft und Hochschulen investierte, Beschäftigung förderte und die Umwelt entgiftete. Weiterlesen

Ruhrgebiete – Potentiale heben. Durchstarten jetzt

Von Josef Hovenjürgen

Generalsekretär der CDU Nordrhein-Westfalen

Das Ruhrgebiet, das viele noch als Region der tausend Feuer, als das Land von Kohle und Stahl kannten, existiert so nicht mehr. Die letzte Steinkohle im Ruhrgebiet wurde im Dezember des vergangenen Jahres gefördert. Ein Kohlestück ziert nun den Schreibtisch des Bundespräsidenten. Das Kapitel Steinkohleförderung ist definitiv beendet. Nun gilt es, ein neues Kapitel zu schreiben.

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Mit schwatte Klüsen in die Zukunft

Von Bernd Tönjes

Vorsitzender des Vorstands der RAG-Stiftung

Hier bei uns muss man nicht lange darüber nachdenken, was es hieß, wenn einem gesagt wurde:Bei den seine schwatte Klüsen isser sicher en Dokter vonne Püttrologie.“. Manche lässt das heute Schmunzeln, und viele kennen das noch – aber diese Zeiten sind vorbei. 

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Ein Beispiel für die Zukunft: Bochum Strategie 2030

Von Thomas Eiskirch

Oberbürgermeister der Stadt Bochum

Ist der Strukturwandel im Ruhrgebiet Belastung oder Chance? Herausforderungen anzupacken geht nicht ohne sich anzustrengen und Ausdauer zu haben. Belastungen dürfen dabei nicht als Entschuldigung dienen, nicht dran zu bleiben und Chancen zu ergreifen. Die Kommunen im Ruhrgebiet müssen ihre Potentiale konsequent nutzen und damit die Region als Ganzes voranbringen.

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Olympische und Paralympische Spiele 2032: Entfachen wir die Metropolregion Rhein-Ruhr im Wir!

Von Michael Mronz

Unternehmer und Gründer der Rhein Ruhr City-Initiative

Wie sieht die Zukunft der Mobilität in Nordrhein-Westfalen aus? Welchen Herausforderungen gilt es sich in den Bereichen Digitalisierung, Infrastruktur und der Schaffung der Arbeitsplätze von morgen zu stellen? Fragen, mit denen der Sport augenscheinlich wenig zu tun hat. Oder haben Olympische und Paralympische Spiele in einer Rhein Ruhr City 2032 die Kraft, diese Themen voranzutreiben? Ich bin der Überzeugung: Ja, denn im „Wir“ steckt die große Chance unserer Metropolregion.

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Mittelmaß oder Mitte als Maß?

Von Dr. Franz-Josef Overbeck

Bischof von Essen

Vor ein paar Tagen ging ein Bild um die Welt, das mich nachdenklich machte. Darauf zu sehen waren dutzende Bergsteiger, die in weit über 8000 Metern in einer Schlange stehen, um für einen einzigen kurzen Moment allein auf dem Mount Everest zu sein. Das Foto vom Stau am Gipfelgrat des Everests steht sinnbildlich für eine gesellschaftliche Entwicklung, die ich sehr kritisch betrachte. Auf der Suche nach dem Individuellen, das mich von der ‚Masse‘ unterscheidet und abhebt, wird die Masse zur Gefahr – denn sie besteht aus Individualisten, die das Einzigartige suchen.

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Wie wird das Ruhrgebiet wieder verrückt auf Zukunft?

Von Tobias Blasius

NRW-Korrespondent der Funke Mediengruppe und Vorsitzender der Landespressekonferenz

Als ich neulich einen Vortrag des Düsseldorfer Architekten Matthias Pfeifer hörte, ging mir eine Folie seiner Powerpoint-Präsentation nicht aus dem Kopf. Pfeifer hatte illustrieren wollen, dass die Gesellschaft doch nicht immer so visionsarm, fortschrittsskeptisch und zukunftsängstlich gewesen sei wie heute. Dass es vor gar nicht so vielen Jahrzehnten mal eine weit verbreitete Lust an verrückten Entwürfen und kühnen Ideen gegeben habe. Pfeifer warf dazu ein fast 20 Jahre altes Ausstellungsplakat des Rheinischen Industriemuseums Oberhausen an die Wand, das damals den Titel trug: „War die Zukunft früher besser? Visionen für das Ruhrgebiet.“

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Zuhören und vernetzen!

Von Dr. Marcus Korthäuer

Geschäftsführender Gesellschafter der ESPERA-Werke GmbH und Vorstandsvorsitzender der Unternehmerverbandsgruppe in Duisburg

Metropole Ruhr, Stadt der Städte – ein faszinierender Slogan, mit dem der Regionalverband Ruhr (RVR) seit einigen Jahren für einen der größten Ballungsräume in Europa Standortmarketing betreibt. Rund fünf Millionen Einwohner, 155.000 Unternehmen, 1,75 Millionen Arbeitsplätze – das sind imposante Zahlen. Doch wie viel Realität steckt in diesem Slogan? Kann man die Zahlen aus den 53 Städten der Metropolregion einfach addieren und so Stärke generieren?

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