Klartext im Westen

Der NRW-Wirtschaftsblog

Das Ruhrgebiet fit machen: Kommunen entschulden und gute Arbeit fördern!

Von Anja Weber

Vorsitzende DGB NRW

Das Ruhrgebiet ist in mancher Hinsicht eine Vorzeigeregion. Der Strukturwandel ist hier deutlich besser gelungen als in anderen Bergbau- und Industrieregionen, zum Beispiel in England oder den USA. Das hat viel mit unserer starken Sozialpartnerschaft zu tun: Gewerkschaften und Unternehmen haben gemeinsam mit der Politik dafür gesorgt, dass kein Kumpel ins Bergfreie fiel und harte soziale Einschnitte verhindert. Auch die verschiedenen Ruhrkonferenzen haben einen positiven Beitrag geleistet. Mit dem milliardenschweren „Aktionsprogramm Ruhr“ startete Johannes Rau 1979 ein Modernisierungsprojekt, das in Wissenschaft und Hochschulen investierte, Beschäftigung förderte und die Umwelt entgiftete. Weiterlesen

Ruhrgebiete – Potentiale heben. Durchstarten jetzt

Von Josef Hovenjürgen

Generalsekretär der CDU Nordrhein-Westfalen

Das Ruhrgebiet, das viele noch als Region der tausend Feuer, als das Land von Kohle und Stahl kannten, existiert so nicht mehr. Die letzte Steinkohle im Ruhrgebiet wurde im Dezember des vergangenen Jahres gefördert. Ein Kohlestück ziert nun den Schreibtisch des Bundespräsidenten. Das Kapitel Steinkohleförderung ist definitiv beendet. Nun gilt es, ein neues Kapitel zu schreiben.

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Mit schwatte Klüsen in die Zukunft

Von Bernd Tönjes

Vorsitzender des Vorstands der RAG-Stiftung

Hier bei uns muss man nicht lange darüber nachdenken, was es hieß, wenn einem gesagt wurde:Bei den seine schwatte Klüsen isser sicher en Dokter vonne Püttrologie.“. Manche lässt das heute Schmunzeln, und viele kennen das noch – aber diese Zeiten sind vorbei. 

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Ein Beispiel für die Zukunft: Bochum Strategie 2030

Von Thomas Eiskirch

Oberbürgermeister der Stadt Bochum

Ist der Strukturwandel im Ruhrgebiet Belastung oder Chance? Herausforderungen anzupacken geht nicht ohne sich anzustrengen und Ausdauer zu haben. Belastungen dürfen dabei nicht als Entschuldigung dienen, nicht dran zu bleiben und Chancen zu ergreifen. Die Kommunen im Ruhrgebiet müssen ihre Potentiale konsequent nutzen und damit die Region als Ganzes voranbringen.

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Olympische und Paralympische Spiele 2032: Entfachen wir die Metropolregion Rhein-Ruhr im Wir!

Von Michael Mronz

Unternehmer und Gründer der Rhein Ruhr City-Initiative

Wie sieht die Zukunft der Mobilität in Nordrhein-Westfalen aus? Welchen Herausforderungen gilt es sich in den Bereichen Digitalisierung, Infrastruktur und der Schaffung der Arbeitsplätze von morgen zu stellen? Fragen, mit denen der Sport augenscheinlich wenig zu tun hat. Oder haben Olympische und Paralympische Spiele in einer Rhein Ruhr City 2032 die Kraft, diese Themen voranzutreiben? Ich bin der Überzeugung: Ja, denn im „Wir“ steckt die große Chance unserer Metropolregion.

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Mittelmaß oder Mitte als Maß?

Von Dr. Franz-Josef Overbeck

Bischof von Essen

Vor ein paar Tagen ging ein Bild um die Welt, das mich nachdenklich machte. Darauf zu sehen waren dutzende Bergsteiger, die in weit über 8000 Metern in einer Schlange stehen, um für einen einzigen kurzen Moment allein auf dem Mount Everest zu sein. Das Foto vom Stau am Gipfelgrat des Everests steht sinnbildlich für eine gesellschaftliche Entwicklung, die ich sehr kritisch betrachte. Auf der Suche nach dem Individuellen, das mich von der ‚Masse‘ unterscheidet und abhebt, wird die Masse zur Gefahr – denn sie besteht aus Individualisten, die das Einzigartige suchen.

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Wie wird das Ruhrgebiet wieder verrückt auf Zukunft?

Von Tobias Blasius

NRW-Korrespondent der Funke Mediengruppe und Vorsitzender der Landespressekonferenz

Als ich neulich einen Vortrag des Düsseldorfer Architekten Matthias Pfeifer hörte, ging mir eine Folie seiner Powerpoint-Präsentation nicht aus dem Kopf. Pfeifer hatte illustrieren wollen, dass die Gesellschaft doch nicht immer so visionsarm, fortschrittsskeptisch und zukunftsängstlich gewesen sei wie heute. Dass es vor gar nicht so vielen Jahrzehnten mal eine weit verbreitete Lust an verrückten Entwürfen und kühnen Ideen gegeben habe. Pfeifer warf dazu ein fast 20 Jahre altes Ausstellungsplakat des Rheinischen Industriemuseums Oberhausen an die Wand, das damals den Titel trug: „War die Zukunft früher besser? Visionen für das Ruhrgebiet.“

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Zuhören und vernetzen!

Von Dr. Marcus Korthäuer

Geschäftsführender Gesellschafter der ESPERA-Werke GmbH und Vorstandsvorsitzender der Unternehmerverbandsgruppe in Duisburg

Metropole Ruhr, Stadt der Städte – ein faszinierender Slogan, mit dem der Regionalverband Ruhr (RVR) seit einigen Jahren für einen der größten Ballungsräume in Europa Standortmarketing betreibt. Rund fünf Millionen Einwohner, 155.000 Unternehmen, 1,75 Millionen Arbeitsplätze – das sind imposante Zahlen. Doch wie viel Realität steckt in diesem Slogan? Kann man die Zahlen aus den 53 Städten der Metropolregion einfach addieren und so Stärke generieren?

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Was Europa für die NRW-Wirtschaft bedeutet

Von Prof. Dr. Andreas Pinkwart

Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

Die kommende Europawahl ist die spannendste, die es bislang gab. Das liegt aber leider nicht in erster Linie daran, dass unterschiedliche Zukunftskonzepte gegeneinander antreten und die Parteien konstruktiv über die Ausrichtung einer gemeinsamen Finanz-, Wirtschafts-, Forschungs-, Außen- und Klima-/Energiepolitik streiten. Der Grund für die Spannung liegt vor allem darin, dass sich alle fragen, wie viele Europagegner künftig im Europaparlament sitzen – mit dem erklärten Ziel, die EU von innen zu schwächen.

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Damit Europa stark bleibt, müssen wir es weiterentwickeln

Von Martin Schulz MdB

Von 2012 bis 2017 Präsident des Europäischen Parlaments

Selten in der jüngeren Geschichte unserer Welt war es deutlicher zu sehen, warum wir ein starkes und autonomes Europa brauchen: Wir sind mittendrin in einem Handelskrieg zwischen China und den USA. In Washington wird offen mit Strafzöllen auf deutsche Autos gedroht. Das Pariser Klimaschutzabkommen gerät durch den bevorstehenden Austritt der USA ins Wanken und die Spannungen mit dem Iran steigen. Die multilaterale Ordnung gerät in Unordnung. Angesichts dieser Lage brauchen wir ein Europa, das stark genug ist in der Welt für Frieden, Umwelt und Demokratie einzustehen. Dieses starke Europa gibt es aktuell noch nicht. Wenn wir aber wollen, dass Europa den Platz eines wertebasierten Stabilisators in der Welt einnimmt, dann muss sich einiges ändern. Weiterlesen

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