Klartext im Westen

Der NRW-Wirtschaftsblog

Mehr Holz, weniger Beton!

Von Rolf Buch

Vorstandsvorsitzender Vonovia SE

Klar ist: Der Klimawandel lässt sich nur aufhalten, wenn es gelingt, die CO2-Emissionen zu drosseln.  Aber wo fängt man da am besten an? Am meisten Sinn macht es, dort nach Einsparungen zu suchen, wo viel zu holen ist. Das ist ohne Zweifel bei Immobilien der Fall. Öffentliche und private Gebäude gehören neben dem Verkehr und der industriellen Produktion zu den Hauptverursachern von Treibhausgasen. Ihr Betrieb ist für gut 30 Prozent der C02-Emissionen in Deutschland verantwortlich. Daraus folgt: Wenn uns hier keine deutliche Reduzierung gelingt, sind die allgemeinen Ziele zum Schutz des Klimas kaum zu erreichen. Als Marktführer im Wohnungsbereich empfinden wir bei Vonovia in diesem Punkt eine besondere Verantwortung. Deshalb haben wir uns zum Ziel gesetzt, unseren Wohnungsbestand bis 2050 klimaneutral zu machen.

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Sicherer und bezahlbarer Strom, der immer grüner wird

Von Dr. Markus Krebber

Vorstandsvorsitzender RWE AG

Was unser Industriestandort braucht, damit Arbeitsplätze und Wertschöpfung erhalten bleiben

Nur noch drei Wochen, dann beginnt das neue Jahr. Traditionell ist das die Zeit der gute Vorsätze. Sport, gesunde Ernährung, mehr Zeit für Freunde und Familie – meist sind es hervorragende Ziele, die sich viele Menschen setzen. Aus Erfahrung wissen wir aber auch: Sich Gutes vornehmen ist leicht, es umzusetzen jedoch die eigentliche Herausforderung.

Bei der Energiewende ist das nicht anders. Deutschland hat ambitionierte Ziele; bis 2045 soll unser Land klimaneutral sein. Das zu erreichen, ist gewiss kein Selbstläufer, im Gegenteil: Die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist derzeit noch viel zu groß. Der Ausbau der Stromnetze, der Solarparks und Windkraftanlagen, der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft, all das braucht sehr viel mehr Geschwindigkeit als in den vergangenen Jahren. Da ist noch richtig viel zu tun.

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Ampel-Pläne: Große Ambitionen und eine Baustelle

Von Andreas Ehlert

Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf

Das Jahr 2021 endet leider so, wie es begonnen hat: Mit hohen Infektionszahlen und starken Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Die aktuelle pandemische Lage ist besorgniserregend und erfordert schnelles und konsequentes Handeln. In dieser Notsituation ist es gut und wichtig, dass wir nun eine neue Bundesregierung haben, die das politische Vakuum füllt. Eine monatelange Hängepartie wie nach der letzten Bundestagswahl hätten wir uns jetzt nicht leisten können. Dafür sind die Herausforderungen einfach zu groß.

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Weiterbildung neu lernen

Von Torsten Withake

Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit

Die Corona-Pandemie wird uns in NRW auch in den kommenden Monaten Kraft und Engagement abverlangen. Dabei können wir auf den positiven Erfahrungen von fast zwei Jahren erfolgreicher und konstruktiver Zusammenarbeit aller Arbeitsmarktpartner aufbauen. Zugleich hat der Strukturwandel in der Wirtschaft erheblich an Fahrt aufgenommen. Spürbar ziehen derzeit die Engpässe bei gut ausgebildeten Fachkräften an. Ausbildung und Weiterbildung heißen die Gebote der Stunde. Dabei stellen sich am Ausbildungsmarkt neue Herausforderungen und eine neue Selbstverständlichkeit, mit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Weiterbildung absolvieren, muss weiter gefördert werden.

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NRW im Umbruch – Transformation erfolgreich gestalten

Von Ralf Stoffels

Präsident IHK NRW

Der Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen steht durch die digitale und die energetische Transformation vor einem tiefgreifenden Umbruch und damit dem Umbau wichtiger Wertschöpfungsketten. Die kommende Bundes- und die Landesregierung NRW sind gefordert, die Bedingungen für eine erfolgreiche Transformation so zu setzen, dass Unternehmen und Gesellschaft in NRW den Wandel erfolgreich gestalten können.

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Hilflosigkeit in Wellen: Die Pandemie geht weiter

Von Haakon Herbst

Regionalpräsident DEHOGA Nordrhein-Westfalen

Wer in den letzten Monaten einmal geglaubt hat, die Pandemie sei vorüber, der wurde und wird eines Besseren belehrt. So wie Corona unser Land in Wellen überrollt, gleicht die Stimmung in unserer Branche ebenfalls einer Wellenbewegung. Je höher die Ausschläge der Corona-Welle und damit einhergehend Einschränkungen, Auflagen bis hin zu Schließungen, desto schlechter die Stimmung bei Gastronomen und Hoteliers. Je mehr es den Anschein hat, dass wir die Pandemie in den Griff bekommen könnten, desto besser unsere Laune, weil sich dann wieder ein Gefühl der „alten“ Normalität einstellt.

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Ampel muss jetzt konkreter werden

Von Arndt G. Kirchhoff

Präsident von unternehmer nrw und Vorsitzender des Beirats der KIRCHHOFF Gruppe

Das Sondierungspapier der Ampel-Koalition aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP war kein schlechter Start. Von einem überzeugenden und schlüssigen Gesamtkonzept sind die Verhandler aber noch deutlich entfernt. Umso mehr erwarte ich jetzt, dass die Mitglieder in den Arbeitsgruppen in ihren Papieren konkrete Ergebnisse liefern. Ihnen allen muss bewusst sein, dass vor Deutschland jetzt vier ganz entscheidende Jahre liegen. Die nächste Bundesregierung kann viel richtig, aber auch viel falsch machen – in jeder Hinsicht mit immensen Auswirkungen auf die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Es ist ein gutes Signal, dass die Parteien nach zügiger Sondierung jetzt auch in den Koalitionsverhandlungen Tempo machen wollen. Geschwindigkeit allein ist aber kein Wert, wenn nicht gleichzeitig mit Sorgfalt und Gründlichkeit gearbeitet wird. So wichtig guter Stil und verlässliches Miteinander sind, so wenig sind sie allein Garant für Erfolg.

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Konkret werden, loslegen, Tempo machen!

Von Arndt G. Kirchhoff

Präsident von unternehmer nrw und Vorsitzender des Beirats der KIRCHHOFF Gruppe

Deutschland hat gewählt. Trotz des erwartet engen Ergebnisses bei der Bundestagswahl hoffe ich auf eine schnelle Regierungsbildung. Denn: Die Herausforderungen für unser Land sind zu groß, als dass wir uns nun eine monatelange Hängepartie in Berlin leisten können. In den nächsten Wochen und Monaten der Regierungsbildung wird darüber entschieden, welchen Kurs Deutschland als Wirtschafts- und Industriestandort einschlägt. Unser Land steht am Scheideweg. Es geht um nichts weniger als um die Bewältigung der großen Fragen unserer Zeit – von Klimaschutz über Digitalisierung und Alterung der Gesellschaft bis zur Sicherung von Wohlstand und Arbeitsplätzen.

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Erst erwirtschaften, dann verteilen

Von Andreas Busacker

CFO Schmitz Cargobull AG und Vorsitzender des Verbandes Münsterländischer Metallindustrieller

Es ist die heiße Phase des Wahlkampfs: In wenigen Tagen wissen wir, welchen Parteien der Souverän für die nächsten vier Jahre sein Vertrauen schenken will. Fest steht: Es werden entscheidende Jahre für unser Land werden. Denn es werden die Weichen dafür gestellt, ob Deutschland ein Industrieland bleiben wird, ob wir die Mammut-Aufgabe der Dekarbonisierung ökonomisch und auch sozial bewältigen können, ob wir bei der Digitalisierung unseres Landes vorankommen und ob wir der großen Herausforderung der demografischen Entwicklung mit den richtigen Maßnahmen begegnen.

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Weniger Staat – mehr Markt

Von Dr. Margarete Haase

Vorsitzende von kölnmetall

Endlich! In der jetzt heißen Phase des Bundestagswahlkampfes haben sich die Parteien nun doch noch dazu durchgerungen, inhaltliche Debatten in den Mittelpunkt der Auseinandersetzung zu stellen. Das war dringend nötig, denn die Wählerinnen und Wähler wollen schließlich wissen, mit welchen Programmen die Parteien gedenken, Deutschland in eine hoffentlich gute Zukunft zu führen. Für die vielen Nebensächlichkeiten über die – neudeutsch gesprochen – „persönliche Performance“ der Kandidaten, über die zuvor so lustvoll debattiert wurde, hatten viele Menschen längst kein Verständnis mehr.

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