Von Prof. Dr. Michael Hüther

Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln

„Wir haben vom Paradies geträumt und wachten auf in Nordrhein-Westfalen“. Mit diesem Satz zierte Joachim Gauck seine Rede zum 9. November 1999 im Deutschen Bundestag, was seinerzeit fröhliche Heiterkeit im Plenum auslöste. Heute wäre eher mit hämischem Gelächter zu rechnen. Denn unser Bundesland hat in den vergangenen 16 Jahren ein im Ländervergleich nur unterdurchschnittliches Wachstum des Bruttoinlandsprodukts erreicht. Die Arbeitslosigkeit ist verglichen mit den Flächenländern überdurchschnittlich, die Landesfinanzen sind in unverändert schwieriger Verfassung und das Investitionsgeschehen unbefriedigend. Kurz: Das bevölkerungsreichste Land der Bundesrepublik hängt durch.

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