von Egbert Neuhaus

Vorsitzender des Unternehmensverbandes Westfalen-Mitte, und Geschäftsführender Gesellschafter der M. Westermann & Co. GmbH

Unternehmerisches Handeln bedeutet, Potenziale zu suchen, zu identifizieren und zu entfalten, ist also stets auf die Zukunft ausgerichtet. Ein wesentliches Thema, das aktuell und auch in Zukunft die Wirtschaft und ihre Vertreter beschäftigt, ist die Stärkung des Wirtschaftsstandortes NRW. Hier müssen neue Möglichkeiten gefunden und genutzt werden. Und einige Möglichkeiten liegen nicht weit entfernt. Wenn man sich in der eigenen Region, Südwestfalen, und der Nachbarregion, dem Ruhrgebiet, umsieht, erkennt man Chancen der Zusammenarbeit, der Vernetzung. Ein vermeintliches Handicap der einen Region kann durch die Zusammenarbeit mit der anderen, benachbarten Region womöglich in einen Aktivposten verwandelt werden, von dem beide Regionen letztendlich profitieren. Südwestfalen und das Ruhrgebiet haben beide einen Strukturwandel vollzogen. Südwestfalen, früher der Vorgarten des Ruhrgebietes genannt, hat sich zur drittstärksten Industrieregion des Landes entwickelt. Das Ruhrgebiet, ehemals bekannt als industrielle Einheit mit rauchenden Schloten, wandelte sich zu einer hochdifferenzierten und leistungsstarken Wissenschaftsregion. Diese neuen Potenziale können und sollten in und für beide Regionen, aber auch für NRW, zur Entfaltung gebracht werden. Das Zusammenführen der neuen Kompetenzen beider Regionen stärkt weiter ihre Stärken und schwächt ihre Schwächen.

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