Klartext im Westen

Der NRW-Wirtschaftsblog

Wenn Du ein Schiff bauen willst…

Von Dr. Raymund Heiliger

Geschäftsführer Vygon GmbH & Co. KG und Vizepräsident unternehmer nrw

Von Antoine de Saint-Exupéry kennen wir das Zitat: „Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommele nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“ Eine wunderbare Umschreibung der Vorstellung, dass es im Leben eine Vision braucht, um die ganz großen Ziele anzustreben. So auch in der Politik.

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Eine nachhaltige Finanzarchitektur für NRW

Von Lutz Lienenkämper

Minister der Finanzen des Landes NRW

Ich liebe es, mit dem Fahrrad zu fahren. Leidenschaftlich gern radele ich durch meine niederrheinische Heimat. Deshalb weiß ich nur zu gut, dass man mitunter Ausdauer braucht, um Ziele zu erreichen, nicht nur beim Treten in die Pedale. Das gilt auch für die Politik, speziell für die Finanz- und Wirtschaftspolitik. Die neue Landesregierung ist angetreten, in Nordrhein-Westfalen nicht mehr auszugeben als wir einnehmen und gleichzeitig Unternehmen in unserem Bundesland hervorragende ökonomische Rahmenbedingungen zu bieten, damit NRW endlich wieder zu einem Aufsteigerland wird. Sie können sicher sein: Wir haben das Durchhaltevermögen und den Gestaltungswillen, um diese wichtigen Ziele zu erreichen. Und wir sind auf unserem Weg, sie zu verwirklichen, in kurzer Zeit auch schon ein großes Stück vorangekommen.

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Industrie 4.0 – informieren, partizipieren, qualifizieren

Von Prof. Dr. Gunther Olesch

Geschäftsführer bei der Phoenix Contact GmbH & Co. KG

Wir sind weltweit Marktführer und Innovationsträger in der Elektrotechnik. Und ein Familien-Unternehmen, das verantwortungsvoll Zukunft gestaltet. Phoenix Contact beschäftigt heute über 15.000 Mitarbeiter weltweit und hat einen Umsatz von knapp 2 Mrd. Euro erwirtschaftet.

Als Anbieter von Industrie 4.0 Produkten können wir uns als Fabrikausrüster und Anbieter von Automatisierungskomponenten für die Produktion von morgen positionieren. Mit unseren Produktionen können wir deutlich machen, dass wir nicht nur Kompetenz für die Herstellung der Komponenten besitzen, sondern auch etwas von deren Anwendung verstehen.

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Zukunftschancen durch Umweltwirtschaft, Elektromobilität und Digitalisierung

Von Arndt Klocke MdL

Vorsitzender der Landtagsfraktion der GRÜNEN NRW

Klima- und Umweltschutz und wirtschaftlicher Erfolg gehen Hand in Hand, sie bilden schon lange keinen Gegensatz mehr. Die Umweltwirtschaft hat sich zu einer Schlüsselbranche für Nordrhein-Westfalen entwickelt, mit großen wirtschaftlichen Potentialen für die Zukunft. Mit 320.000 Beschäftigten, 70 Milliarden Euro Umsatz, einem hohen Innovationsgehalt und überdurchschnittlichen Wachstumsraten profitiert eine Vielzahl von Unternehmen unterschiedlichster Branchen von den neuen Märkten, die durch Klima- und Umweltschutz entstehen. Beispiele dafür sind die Bereiche Material- und Ressourcenwirtschaft, umweltfreundliche Mobilität, Energieeinsparung sowie Energiewandlung, -transport und -speicherung. Weiterlesen

Die Digitalisierung wird wichtige Grundlage für die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Maschinen- und Anlagenbaus sein

Von Carl Martin Welcker

Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Der Maschinen- und Anlagenbau in Nordrhein-Westfalen ist größter Arbeitgeber des Landes und produziert etwa jede fünfte Maschine, die in Deutschland hergestellt wird. Mit einem Exportanteil von mehr als 70 Prozent sind die Unternehmen unserer Branche weltweit unterwegs und liefern Lösungen für die Probleme unserer Zeit: Urbanisierung, Mobilität, Klimaschutz, Ernährung von acht Milliarden Menschen.

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Digital or out!

Von Dipl.-Ing. Ingo Kufferath und Dr. Stephan Kufferath

Vorstände der GKD – Gebr. Kufferath AG

In unserem Alltag hat die Digitalisierung längst einen festen Platz – bei der Planung einer Fahrt nach Köln oder Düsseldorf, beim Nachschub für unseren Kühlschrank oder als Amazon-Sprachassistentin Alexa. In der Industrie jedoch ist das noch lange nicht der Fall. Dabei entscheidet Digitalisierung mehr als jeder andere Faktor über die Zukunftsfähigkeit von Produkten, Prozessen, Unternehmen und Geschäftsmodellen.

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Digitalisierung und Sozialpartnerschaft – Kein Widerspruch in NRW

Von Dr. Luitwin Mallmann

Hauptgeschäftsführer der Landesvereinigung der Unternehmensverbände NRW

Nordrhein-Westfalen kann für sich in Anspruch nehmen, der Sozialpartnerschaft in Deutschland wichtige, wenn nicht sogar entscheidende Impulse gegeben zu haben. Als das Bundesland noch gar nicht existierte, war es der in Mülheim a. d. Ruhr ansässige Unternehmer Hugo Stinnes, der mit seinem Partner von den Gewerkschaften Carl Legien das November-Abkommen von 1918 vereinbarte. In mitten sich auflösender staatlicher Strukturen bewahrten die Sozialpartner die deutsche Wirtschaft davor, in den Mahlstrom der Revolution gezogen zu werden. Im Jahre 2018 wird man sich an diese für die Weimarer Republik so wegweisende Vereinbarung, die noch heute die sozialpartnerschaftlichen Strukturen in Deutschland prägt, erinnern. Weiterlesen

Eine Modernisierungsgeschichte für Deutschland schreiben

Von Jens Spahn

Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen

Michael Broecker von der Rheinischen Post hat es vor kurzem auf dem wirtschaftsblog.nrw richtig festgestellt: Nordrhein-Westfalen ist der Mega-Standort der Wirtschaftspolitik in Deutschland. In NRW wird ein Fünftel der deutschen Wirtschaftsleistung erwirtschaftet. Jeder vierte Weltmarktführer Deutschlands hat seinen Sitz im Land der Macher und Malocher. Damit etwas Gutes gut bleibt, muss man aber anpacken – soll es besser werden, heißt es: Einfach mal loslegen! Weiterlesen

Die Mobilität von Morgen. Von NRW aus gestalten.

Von Dr. Rolf Breidenbach

Vorsitzender der Geschäftsführung HELLA GmbH & Co. KGaA

Die Automobilindustrie durchläuft zurzeit einen tiefgreifenden Wandel. Dieser Transformationsprozess wird im Wesentlichen durch vier große Trends bestimmt: Autonomes Fahren, Effizienz und Elektrifizierung, Konnektivität und Digitalisierung sowie Individualisierung. Herkömmliche Wertschöpfungsstrukturen sowie Geschäftsmodelle werden in dem Zuge mitunter auf den Kopf gestellt. Weiterlesen

Mehr als ein Autohersteller

Von Gunnar Herrmann

Vorsitzender des Vorstands Ford-Werke GmbH

Ab nächster Woche ist ein neues Ford-Modell auf den Straßen von Köln und Düsseldorf zu sehen. Dieses Modell gibt es nur in einer Ausstattungsvariante und vor allem: Es hat nur zwei Räder! Als erster Autohersteller in Europa setzen wir auf Bikesharing (https://media.ford.com/content/fordmedia/feu/de/de/news/2017/09/12/fordpass-bike–deutsche-bahn-connect-und-ford-kooperieren-beim-b.html) und bieten in Kooperation mit der Deutsche Bahn-Tochter DB Connect in diesen zwei Städten 3200 FordPass-Bikes im Verleihsystem Call a Bike an.

Als Reaktion darauf höre ich oft die Frage: Wieso Fahrräder – ihr seid doch ein Autohersteller?  Meine Antwort: Ja, aber wir entwickeln uns weiter. Wir sind auf dem Weg zu einem Auto- und Mobilitätsdienstleister. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir über den Tellerrand hinausblicken und neue Wege gehen. Was dabei ganz wichtig ist? Anregungen von außerhalb der Autoindustrie. Weiterlesen

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