Klartext im Westen

Der NRW-Wirtschaftsblog

„Die Infrastrukturoffensive meistern – mit vernetzter Mobilität und mit rollenden Baggern!“

Von Michael Groschek

Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen

Wir stehen vor einem Jahrzehnt der Baustellen. Aufgrund seiner Bevölkerungsdichte ist NRW das Verkehrsland Nummer 1 in Deutschland. Die Straßen, Schienenwege und Flughäfen bewältigen Tag für Tag enorme Personen- und Güterströme. Damit die Verkehrswege dieser Aufgabe auch künftig gewachsen sind, muss verstärkt in den Erhalt und bedarfsgerechten Ausbau investiert werden. Denn die jahrzehntelange Unterfinanzierung der Verkehrswege hat wie überall in Deutschland ihre Spuren hinterlassen. Das Jahrzehnt der Baustellen ist daher keine Drohung, sondern ein Versprechen.

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Provinz ist kein Ort. Provinz ist ein Zustand

von Walter Mennekes

Geschäftsf. Gesellschafter Mennekes Elektrotechnik GmbH & Co. KG

Wenn dieses Bonmot stimmt, dann muss überall – besonders auch in den sog. Randgebieten Deutschlands – dafür gesorgt werden, dass Unternehmen nicht nur in Ballungszentren, sondern auch die ‚hidden champions’ auf dem Land in einem optimalen Zustand infrastruktureller Vernetzung (> 100 Mb-s!) agieren können. Das Straßen- und Schienennetz, das ins Sauerland führt, muss nicht gerade komplett erneuert, aber es muss ausgebaut und dadurch schneller und anschlussfähiger werden. Weiterlesen

Brückenschlag Südwestfalen – Ruhrgebiet Vernetzung stärkt den Standort NRW

von Egbert Neuhaus

Vorsitzender des Unternehmensverband Westfalen-Mitte, und Geschäftsführender Gesellschafter der M. Westermann & Co. GmbH

Unternehmerisches Handeln bedeutet, Potenziale zu suchen, zu identifizieren und zu entfalten, ist also stets auf die Zukunft ausgerichtet. Ein wesentliches Thema, das aktuell und auch in Zukunft die Wirtschaft und ihre Vertreter beschäftigt, ist die Stärkung des Wirtschaftsstandortes NRW. Hier müssen neue Möglichkeiten gefunden und genutzt werden. Und einige Möglichkeiten liegen nicht weit entfernt. Wenn man sich in der eigenen Region, Südwestfalen, und der Nachbarregion, dem Ruhrgebiet, umsieht, erkennt man Chancen der Zusammenarbeit, der Vernetzung. Ein vermeintliches Handicap der einen Region kann durch die Zusammenarbeit mit der anderen, benachbarten Region womöglich in einen Aktivposten verwandelt werden, von dem beide Regionen letztendlich profitieren. Südwestfalen und das Ruhrgebiet haben beide einen Strukturwandel vollzogen. Südwestfalen, früher der Vorgarten des Ruhrgebietes genannt, hat sich zur drittstärksten Industrieregion des Landes entwickelt. Das Ruhrgebiet, ehemals bekannt als industrielle Einheit mit rauchenden Schloten, wandelte sich zu einer hochdifferenzierten und leistungsstarken Wissenschaftsregion. Diese neuen Potenziale können und sollten in und für beide Regionen, aber auch für NRW, zur Entfaltung gebracht werden. Das Zusammenführen der neuen Kompetenzen beider Regionen stärkt weiter ihre Stärken und schwächt ihre Schwächen.

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Wahljahr 2017: Unsere Alternative heißt Gerechtigkeit und Solidarität

Von Knut Giesler

Bezirksleiter der IG Metall Nordrhein-Westfalen

Noch vor wenigen Wochen habe ich mit größter Sorge auf die in diesem Jahr stattfindenden Wahlen im Bund und in NRW geblickt. Mit dem Schüren von Ängsten, dem Spielen mit Ressentiments, dem gezielten Einsatz von Provokationen und Tabubrüchen sowie dem Aufbau einer Anti-Establishment-Stimmung bestimmte die AfD die politische Agenda und  wirkte als Antreiber für Themen und Debatten. Es stand zu befürchten, dass dieses Agenda-Setting  zu einem Wahlkampf führt, der durch ein Überbieten von Renationalisierungs-, Ausgrenzungs- und Repressionsvorschlägen geprägt sein würde.

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Wir in NRW müssen mehr Einsatz zeigen

Von Wim Abbing

Vorstandsvorsitzender der Unternehmerverbandsgruppe Duisburg und der Unternehmerverbandes Metall Ruhr-Niederrhein Duisburg sowie Geschäftsführer der Probat-Werke, Emmerich

Nein, mit der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten geht die Welt nicht unter. Ebenso wird es die EU auch noch nach dem Brexit geben. Und selbst wenn die Populisten bei den Wahlen in Frankreich  gewinnen, was uns hoffentlich ebenso wie in Holland auch dort erspart bleiben möge, wird es irgendwie weitergehen.

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Starkes Handwerk. Starkes Land.

Von Hans-Joachim Hering

Präsident Unternehmerverband Handwerk NRW

Dass das Handwerk in Nordrhein-Westfalen zu den bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren zählt, ist bekannt. Auch die Politik in NRW hat ein starkes Bekenntnis zur „Wirtschaftsmacht von nebenan“ abgegeben, indem sie als einziges Bundesland ein Handwerksministerium eingeführt und eine parlamentarische Enquetekommission zur Zukunft des Handwerks eingerichtet hat. Wir freuen uns darüber, weil es dokumentiert, dass der Beitrag des Handwerks zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit unseres Landes in der Landespolitik wertgeschätzt wird.

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Leuchtturm statt roter Laterne

Von Armin Laschet

Fraktions- und Landesvorsitzender der CDU Nordrhein-Westfalen und Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahl am 14. Mai 2017.

Warum der Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen auf die Spitzenplätze dieser Republik gehört – und wie er dort wieder hingelangen kann.

Im Herbst letzten Jahres schrieb mir eine Bürgerin, sie habe vom Besuch der nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin beim Papst gelesen, und dass Frau Kraft diesem eine Grubenlampe als Geschenk und Symbol für unser Bundesland überreicht hätte. Mit Blick auf Schulden, Wirtschaftswachstum und Arbeitslosigkeit in Nordrhein-Westfalen wäre eine rote Laterne als Geschenk aber wohl passender gewesen, so die Frau weiter. Mich hat dieser Scherz nachdenklich gemacht. Denn die Darstellung dieser Dame ist leider nicht aus der Luft gegriffen – im Gegenteil.

In den letzten sieben Jahren ist unser Bundesland im Ländervergleich auf die Schlusslicht-Plätze zurückgefallen. Nordrhein-Westfalen, früher das industrielle Kernland der Bundesrepublik, hat wirtschaftlich den Anschluss verloren. Weiterlesen

Starke Wertschöpfungsketten. Starkes Land!

Von Hans Jürgen Kerkhoff

Präsident und Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftsvereinigung Stahl und Vorsitzender des Stahlinstituts VDEh

„Buy American“, „Buy British“? 2017 hat unruhig begonnen. Die Globalisierung steht auf dem Prüfstand. Wird der Protektionismus zunehmen und drohen Verwerfungen der weltweiten Handelsströme zu Lasten der exportorientierten deutschen Wirtschaft?

Das geht auch Nordrhein-Westfalen etwas an – und im Besonderen seine Stahlindustrie. Hier ist das Netzwerk zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen besonders eng geknüpft. Grundlagen- und Anwendungsforschung sind in einer solchen Weise mit der Industrie verbunden, dass daraus entlang eingespielter Wertschöpfungsnetzwerke der Erfolg von Produkten „Made in Germany“ entsteht.

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Südwestfalen braucht „Bündnis für Infrastruktur“

Von Axel E. Barten

Geschäftsführender Gesellschafter der Achenbach Buschhütten Holding GmbH und stellv. Vorsitzender der Unternehmerschaft Siegen-Wittgenstein

In den Erhalt und den Ausbau von Straßen und Brücken zu investieren galt in den vergangenen Jahren nicht gerade als „modern“ – und Wahlen waren mit diesem Thema erst recht nicht zu gewinnen. Doch der Beinahe-Zusammenbruch wichtiger Autobahnbrücken hat ein politisches Umdenken herbeigeführt – mit spürbaren Reaktionen: Der neue Bundesverkehrswegeplan sieht bis 2030 Investitionen von fast 270 Milliarden EURO in Straße, Schiene & Co. vor – ein Rekord!

Ein Grund zur Freude auch für Südwestfalen? Weiterlesen

Mehr Zukunftschancen statt weitere Stagnation

Von Christian Lindner

Bundesvorsitzender der Freien Demokraten und Vorsitzender von Landtagsfraktion und Landesverband der FDP NRW

Nullwachstum, rote Laterne, Stagnation: Die jährliche Berechnung des Wirtschaftswachstums durch die Statistikämter von Bund und Ländern hat im vergangenen Jahr endlich eine intensivere Debatte über die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in Nordrhein-Westfalen befeuert.

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