Klartext im Westen

Der NRW-Wirtschaftsblog

Integration von Flüchtlingen: Herausforderung und Chance zugleich

Von Horst-Werner Maier-Hunke

Geschäftsführer DURABLE Hunke & Jochheim GmbH & Co. KG

In den letzten Jahren ist die Zahl der geflüchteten Menschen deutlich angestiegen. Auch wenn der Zustrom zur Zeit wieder abgeflaut ist, bleibt doch die entscheidende Frage: Wie gelingt es uns, diese Menschen zu integrieren? Gerade wir in NRW wissen was Zuwanderung bedeutet, denn sie prägt unser Land schon seit langem. Der Blick zurück zeigt: Integration kann gelingen und bereichert unsere Gesellschaft. Klar ist aber auch: Integration ist kein Selbstläufer, sondern braucht klare Regeln, gute Rahmenbedingungen und intensive Anstrengungen auf allen Seiten. Weiterlesen

NRW braucht einen neuen Aufbruch

Von Arndt G. Kirchhoff

Präsident von unternehmer nrw und CEO der Kirchhoff Holding GmbH und Co. KG.

Als am Sonntag um 18.00 Uhr die erste Prognose zum Ausgang der Landtagswahl über den Bildschirm flimmerte, wurde schnell klar: Die Menschen in Nordrhein-Westfalen wollen einen politischen Kurswechsel. Die Gründe hierfür wurden gleich mitgeliefert. Neben der wichtigen Frage der Inneren Sicherheit waren die Themen Bildung, Infrastruktur und Wirtschaft ausschlaggebend für das Votum der Wähler. Die Bürger haben ein feines Gespür dafür gezeigt, dass unser Land seine großen Potenziale und Chancen in den letzten Jahren nicht ausgeschöpft hat. Politik hat zu viel reguliert und zu wenig gestaltet. Weiterlesen

Die Chemie muss stimmen – auch in NRW!

Matthias Zachert

Vorstandsvorsitzender der LANXESS AG

Deutschland ist eines der weltweit  führenden Industrieländer, „made in Germany“ eines der berühmtesten Gütesiegel der Erde, kaum ein anderes Land so exportstark wie die Bundesrepublik. Zu verdanken ist dies vor allem der Wirtschafts- und Innovationskraft seiner Industrie-Unternehmen.

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NRW: Ein Land der Träume!

Von Prof. Dr. Michael Hüther

Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln

„Wir haben vom Paradies geträumt und wachten auf in Nordrhein-Westfalen“. Mit diesem Satz zierte Joachim Gauck seine Rede zum 9. November 1999 im Deutschen Bundestag, was seinerzeit fröhliche Heiterkeit im Plenum auslöste. Heute wäre eher mit hämischem Gelächter zu rechnen. Denn unser Bundesland hat in den vergangenen 16 Jahren ein im Ländervergleich nur unterdurchschnittliches Wachstum des Bruttoinlandsprodukts erreicht. Die Arbeitslosigkeit ist verglichen mit den Flächenländern überdurchschnittlich, die Landesfinanzen sind in unverändert schwieriger Verfassung und das Investitionsgeschehen unbefriedigend. Kurz: Das bevölkerungsreichste Land der Bundesrepublik hängt durch.

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Fünf Punkte für einen starken Innovationsstandort NRW

Von Werner Baumann

Vorstandsvorsitzender der Bayer AG

NRW hat hervorragende Voraussetzungen, als Innovationsschmiede und Wachstumsmotor ganz vorne dabei zu sein. Das Land verfügt über starke Industrie-Netzwerke und eine gute Mischung aus globalen Großunternehmen, innovativen Zulieferern und modernen Dienstleistern. Dazu kommt eine vielfältige Bildungs- und Forschungslandschaft mit 70 Hochschulen, einer Dreiviertelmillion Studierenden und mehr als 50 außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

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„Die Infrastrukturoffensive meistern – mit vernetzter Mobilität und mit rollenden Baggern!“

Von Michael Groschek

Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen

Wir stehen vor einem Jahrzehnt der Baustellen. Aufgrund seiner Bevölkerungsdichte ist NRW das Verkehrsland Nummer 1 in Deutschland. Die Straßen, Schienenwege und Flughäfen bewältigen Tag für Tag enorme Personen- und Güterströme. Damit die Verkehrswege dieser Aufgabe auch künftig gewachsen sind, muss verstärkt in den Erhalt und bedarfsgerechten Ausbau investiert werden. Denn die jahrzehntelange Unterfinanzierung der Verkehrswege hat wie überall in Deutschland ihre Spuren hinterlassen. Das Jahrzehnt der Baustellen ist daher keine Drohung, sondern ein Versprechen.

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Provinz ist kein Ort. Provinz ist ein Zustand

von Walter Mennekes

Geschäftsf. Gesellschafter Mennekes Elektrotechnik GmbH & Co. KG

Wenn dieses Bonmot stimmt, dann muss überall – besonders auch in den sog. Randgebieten Deutschlands – dafür gesorgt werden, dass Unternehmen nicht nur in Ballungszentren, sondern auch die ‚hidden champions’ auf dem Land in einem optimalen Zustand infrastruktureller Vernetzung (> 100 Mb-s!) agieren können. Das Straßen- und Schienennetz, das ins Sauerland führt, muss nicht gerade komplett erneuert, aber es muss ausgebaut und dadurch schneller und anschlussfähiger werden. Weiterlesen

Brückenschlag Südwestfalen – Ruhrgebiet Vernetzung stärkt den Standort NRW

von Egbert Neuhaus

Vorsitzender des Unternehmensverband Westfalen-Mitte, und Geschäftsführender Gesellschafter der M. Westermann & Co. GmbH

Unternehmerisches Handeln bedeutet, Potenziale zu suchen, zu identifizieren und zu entfalten, ist also stets auf die Zukunft ausgerichtet. Ein wesentliches Thema, das aktuell und auch in Zukunft die Wirtschaft und ihre Vertreter beschäftigt, ist die Stärkung des Wirtschaftsstandortes NRW. Hier müssen neue Möglichkeiten gefunden und genutzt werden. Und einige Möglichkeiten liegen nicht weit entfernt. Wenn man sich in der eigenen Region, Südwestfalen, und der Nachbarregion, dem Ruhrgebiet, umsieht, erkennt man Chancen der Zusammenarbeit, der Vernetzung. Ein vermeintliches Handicap der einen Region kann durch die Zusammenarbeit mit der anderen, benachbarten Region womöglich in einen Aktivposten verwandelt werden, von dem beide Regionen letztendlich profitieren. Südwestfalen und das Ruhrgebiet haben beide einen Strukturwandel vollzogen. Südwestfalen, früher der Vorgarten des Ruhrgebietes genannt, hat sich zur drittstärksten Industrieregion des Landes entwickelt. Das Ruhrgebiet, ehemals bekannt als industrielle Einheit mit rauchenden Schloten, wandelte sich zu einer hochdifferenzierten und leistungsstarken Wissenschaftsregion. Diese neuen Potenziale können und sollten in und für beide Regionen, aber auch für NRW, zur Entfaltung gebracht werden. Das Zusammenführen der neuen Kompetenzen beider Regionen stärkt weiter ihre Stärken und schwächt ihre Schwächen.

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Wahljahr 2017: Unsere Alternative heißt Gerechtigkeit und Solidarität

Von Knut Giesler

Bezirksleiter der IG Metall Nordrhein-Westfalen

Noch vor wenigen Wochen habe ich mit größter Sorge auf die in diesem Jahr stattfindenden Wahlen im Bund und in NRW geblickt. Mit dem Schüren von Ängsten, dem Spielen mit Ressentiments, dem gezielten Einsatz von Provokationen und Tabubrüchen sowie dem Aufbau einer Anti-Establishment-Stimmung bestimmte die AfD die politische Agenda und  wirkte als Antreiber für Themen und Debatten. Es stand zu befürchten, dass dieses Agenda-Setting  zu einem Wahlkampf führt, der durch ein Überbieten von Renationalisierungs-, Ausgrenzungs- und Repressionsvorschlägen geprägt sein würde.

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Wir in NRW müssen mehr Einsatz zeigen

Von Wim Abbing

Vorstandsvorsitzender der Unternehmerverbandsgruppe Duisburg und der Unternehmerverbandes Metall Ruhr-Niederrhein Duisburg sowie Geschäftsführer der Probat-Werke, Emmerich

Nein, mit der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten geht die Welt nicht unter. Ebenso wird es die EU auch noch nach dem Brexit geben. Und selbst wenn die Populisten bei den Wahlen in Frankreich  gewinnen, was uns hoffentlich ebenso wie in Holland auch dort erspart bleiben möge, wird es irgendwie weitergehen.

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