Klartext im Westen

Der NRW-Wirtschaftsblog

Eine neue Gründerzeit in NRW

Von Dr. Joachim Stamp MdL

stellv. Fraktionsvorsitzender der FDP NRW

Sie können bereits heute eine smarte Uhr kaufen, die ihren Träger vor einem akut bevorstehenden Herzinfarkt warnt. Adidas baut in Franken eine Fabrik zur vollautomatischen und digitalisierten Schuhproduktion auf. Damit entstehen Berichten zufolge 150 neue Arbeitsplätze in einem Produktionsbereich, der in der Vergangenheit vollständig nach China verlagert worden war. Und moderne Fahrassistenzsysteme steuern das Auto schon heute entspannt weiter, wenn der übermüdete Fahrer auf der Autobahn einschläft.

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Schulfach Wirtschaft: Für’s Leben lernen

Von Dr. Luitwin Mallmann

Hauptgeschäftsführer der Landesvereinigung der Unternehmensverbände NRW

Was bedeutet „Rendite“? Wie kann ich für das Alter vorsorgen? Und wofür ist ein Girokonto da? Junge Menschen wissen heute nur sehr begrenzt über wirtschaftliche Themen Bescheid. Untersuchungen zeigen deutliche Wissenslücken bei ganz alltäglichen Fragen. Und das ist nicht nur eine Diagnose von Dritten – auch die jungen Menschen selber sehen Handlungsbedarf: Eine große Mehrheit wünscht sich mehr wirtschaftliche Themen in der Schule und ein eigenständiges Fach dafür. Weiterlesen

Neues Vertrauen und Innovationen – Blick in den Maschinenraum der Koalitionsverhandlungen

Von Hendrik Wüst

Wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-NRW-Landtagsfraktion, Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU in Nordrhein-Westfalen.

Schon eine Woche nach der Landtagswahl haben CDU und FDP 13 Arbeitsgruppen mit je 5 Mitgliedern pro Partei eingesetzt, um einer Führungsgruppe unter Armin Laschet und Christian Lindner in den einzelnen Politikbereichen zuzuarbeiten. Mir kam die Aufgabe zu, der CDU-Delegation in der Arbeitsgruppe Wirtschaft, Energie und Handwerk vorzustehen. Partner auf Seiten der FDP war der frühere Wissenschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Prof. Dr. Andreas Pinkwart. Mitten in den noch laufenden Koalitionsverhandlungen ist ein Bericht heikel. Zum Glück aber haben die wirtschaftspolitischen Themen in dieser Koalition eine so hohe Priorität, dass wir den Auftrag hatten, zügig erste Teile zuzuliefern. So konnten die Parteivorsitzenden schon eine Woche nach Beginn der Verhandlungen erste Punkte vorstellen.

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Industriestandort NRW? Ja, bitte!

Von Wolfgang Clement

Kuratoriumsvorsitzender der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), ehemaliger Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit und ehemaliger Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen.

Nordrhein-Westfalen ohne Industrie ist wie Fußball ohne Fans, Köln ohne Dom oder Düsseldorf ohne Altbier: möglich, aber sinnlos. Doch wenn im Lande NRW nicht bald etwas geschieht, müssen in den Schulen die Erdkunde-Bücher umgeschrieben werden. Bereits im vergangenen Jahr diagnostizierte das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen in seinem „Ländervergleich“ NRW eine Tendenz zur De-Industrialisierung: Die Industrie in Nordrhein-Westfalen habe im Vergleich zu anderen Bundesländern eine äußerst schlechte Phase durchlaufen. Ob Entwicklung der industriellen Bruttowertschöpfung, Zahl der Beschäftigten oder Produktivität – der traditionelle Industriestandort schwächelte in  allen Kennziffern, die das RWI untersucht hat. Doch weil sich eine starke Industrie und vor allem ein starker industrieller Mittelstand in Deutschland stets als die Garanten für wirtschaftlichen Erfolg und Wohlstand erwiesen haben, muss NRW dringend „die Kurve kriegen“.

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Integration von Flüchtlingen: Herausforderung und Chance zugleich

Von Horst-Werner Maier-Hunke

Geschäftsführer DURABLE Hunke & Jochheim GmbH & Co. KG

In den letzten Jahren ist die Zahl der geflüchteten Menschen deutlich angestiegen. Auch wenn der Zustrom zur Zeit wieder abgeflaut ist, bleibt doch die entscheidende Frage: Wie gelingt es uns, diese Menschen zu integrieren? Gerade wir in NRW wissen was Zuwanderung bedeutet, denn sie prägt unser Land schon seit langem. Der Blick zurück zeigt: Integration kann gelingen und bereichert unsere Gesellschaft. Klar ist aber auch: Integration ist kein Selbstläufer, sondern braucht klare Regeln, gute Rahmenbedingungen und intensive Anstrengungen auf allen Seiten. Weiterlesen

NRW braucht einen neuen Aufbruch

Von Arndt G. Kirchhoff

Präsident von unternehmer nrw und CEO der Kirchhoff Holding GmbH und Co. KG.

Als am Sonntag um 18.00 Uhr die erste Prognose zum Ausgang der Landtagswahl über den Bildschirm flimmerte, wurde schnell klar: Die Menschen in Nordrhein-Westfalen wollen einen politischen Kurswechsel. Die Gründe hierfür wurden gleich mitgeliefert. Neben der wichtigen Frage der Inneren Sicherheit waren die Themen Bildung, Infrastruktur und Wirtschaft ausschlaggebend für das Votum der Wähler. Die Bürger haben ein feines Gespür dafür gezeigt, dass unser Land seine großen Potenziale und Chancen in den letzten Jahren nicht ausgeschöpft hat. Politik hat zu viel reguliert und zu wenig gestaltet. Weiterlesen

Die Chemie muss stimmen – auch in NRW!

Matthias Zachert

Vorstandsvorsitzender der LANXESS AG

Deutschland ist eines der weltweit  führenden Industrieländer, „made in Germany“ eines der berühmtesten Gütesiegel der Erde, kaum ein anderes Land so exportstark wie die Bundesrepublik. Zu verdanken ist dies vor allem der Wirtschafts- und Innovationskraft seiner Industrie-Unternehmen.

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NRW: Ein Land der Träume!

Von Prof. Dr. Michael Hüther

Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln

„Wir haben vom Paradies geträumt und wachten auf in Nordrhein-Westfalen“. Mit diesem Satz zierte Joachim Gauck seine Rede zum 9. November 1999 im Deutschen Bundestag, was seinerzeit fröhliche Heiterkeit im Plenum auslöste. Heute wäre eher mit hämischem Gelächter zu rechnen. Denn unser Bundesland hat in den vergangenen 16 Jahren ein im Ländervergleich nur unterdurchschnittliches Wachstum des Bruttoinlandsprodukts erreicht. Die Arbeitslosigkeit ist verglichen mit den Flächenländern überdurchschnittlich, die Landesfinanzen sind in unverändert schwieriger Verfassung und das Investitionsgeschehen unbefriedigend. Kurz: Das bevölkerungsreichste Land der Bundesrepublik hängt durch.

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Fünf Punkte für einen starken Innovationsstandort NRW

Von Werner Baumann

Vorstandsvorsitzender der Bayer AG

NRW hat hervorragende Voraussetzungen, als Innovationsschmiede und Wachstumsmotor ganz vorne dabei zu sein. Das Land verfügt über starke Industrie-Netzwerke und eine gute Mischung aus globalen Großunternehmen, innovativen Zulieferern und modernen Dienstleistern. Dazu kommt eine vielfältige Bildungs- und Forschungslandschaft mit 70 Hochschulen, einer Dreiviertelmillion Studierenden und mehr als 50 außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

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„Die Infrastrukturoffensive meistern – mit vernetzter Mobilität und mit rollenden Baggern!“

Von Michael Groschek

Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen

Wir stehen vor einem Jahrzehnt der Baustellen. Aufgrund seiner Bevölkerungsdichte ist NRW das Verkehrsland Nummer 1 in Deutschland. Die Straßen, Schienenwege und Flughäfen bewältigen Tag für Tag enorme Personen- und Güterströme. Damit die Verkehrswege dieser Aufgabe auch künftig gewachsen sind, muss verstärkt in den Erhalt und bedarfsgerechten Ausbau investiert werden. Denn die jahrzehntelange Unterfinanzierung der Verkehrswege hat wie überall in Deutschland ihre Spuren hinterlassen. Das Jahrzehnt der Baustellen ist daher keine Drohung, sondern ein Versprechen.

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