Klartext im Westen

Der NRW-Wirtschaftsblog

Wir in NRW müssen mehr Einsatz zeigen

Von Wim Abbing

Vorstandsvorsitzender der Unternehmerverbandsgruppe Duisburg und der Unternehmerverbandes Metall Ruhr-Niederrhein Duisburg sowie Geschäftsführer der Probat-Werke, Emmerich

Nein, mit der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten geht die Welt nicht unter. Ebenso wird es die EU auch noch nach dem Brexit geben. Und selbst wenn die Populisten bei den Wahlen in Frankreich  gewinnen, was uns hoffentlich ebenso wie in Holland auch dort erspart bleiben möge, wird es irgendwie weitergehen.

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Starkes Handwerk. Starkes Land.

Von Hans-Joachim Hering

Präsident Unternehmerverband Handwerk NRW

Dass das Handwerk in Nordrhein-Westfalen zu den bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren zählt, ist bekannt. Auch die Politik in NRW hat ein starkes Bekenntnis zur „Wirtschaftsmacht von nebenan“ abgegeben, indem sie als einziges Bundesland ein Handwerksministerium eingeführt und eine parlamentarische Enquetekommission zur Zukunft des Handwerks eingerichtet hat. Wir freuen uns darüber, weil es dokumentiert, dass der Beitrag des Handwerks zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit unseres Landes in der Landespolitik wertgeschätzt wird.

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Leuchtturm statt roter Laterne

Von Armin Laschet

Fraktions- und Landesvorsitzender der CDU Nordrhein-Westfalen und Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahl am 14. Mai 2017.

Warum der Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen auf die Spitzenplätze dieser Republik gehört – und wie er dort wieder hingelangen kann.

Im Herbst letzten Jahres schrieb mir eine Bürgerin, sie habe vom Besuch der nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin beim Papst gelesen, und dass Frau Kraft diesem eine Grubenlampe als Geschenk und Symbol für unser Bundesland überreicht hätte. Mit Blick auf Schulden, Wirtschaftswachstum und Arbeitslosigkeit in Nordrhein-Westfalen wäre eine rote Laterne als Geschenk aber wohl passender gewesen, so die Frau weiter. Mich hat dieser Scherz nachdenklich gemacht. Denn die Darstellung dieser Dame ist leider nicht aus der Luft gegriffen – im Gegenteil.

In den letzten sieben Jahren ist unser Bundesland im Ländervergleich auf die Schlusslicht-Plätze zurückgefallen. Nordrhein-Westfalen, früher das industrielle Kernland der Bundesrepublik, hat wirtschaftlich den Anschluss verloren. Weiterlesen

Starke Wertschöpfungsketten. Starkes Land!

Von Hans Jürgen Kerkhoff

Präsident und Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftsvereinigung Stahl und Vorsitzender des Stahlinstituts VDEh

„Buy American“, „Buy British“? 2017 hat unruhig begonnen. Die Globalisierung steht auf dem Prüfstand. Wird der Protektionismus zunehmen und drohen Verwerfungen der weltweiten Handelsströme zu Lasten der exportorientierten deutschen Wirtschaft?

Das geht auch Nordrhein-Westfalen etwas an – und im Besonderen seine Stahlindustrie. Hier ist das Netzwerk zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen besonders eng geknüpft. Grundlagen- und Anwendungsforschung sind in einer solchen Weise mit der Industrie verbunden, dass daraus entlang eingespielter Wertschöpfungsnetzwerke der Erfolg von Produkten „Made in Germany“ entsteht.

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Südwestfalen braucht „Bündnis für Infrastruktur“

Von Axel E. Barten

Geschäftsführender Gesellschafter der Achenbach Buschhütten Holding GmbH und stellv. Vorsitzender der Unternehmerschaft Siegen-Wittgenstein

In den Erhalt und den Ausbau von Straßen und Brücken zu investieren galt in den vergangenen Jahren nicht gerade als „modern“ – und Wahlen waren mit diesem Thema erst recht nicht zu gewinnen. Doch der Beinahe-Zusammenbruch wichtiger Autobahnbrücken hat ein politisches Umdenken herbeigeführt – mit spürbaren Reaktionen: Der neue Bundesverkehrswegeplan sieht bis 2030 Investitionen von fast 270 Milliarden EURO in Straße, Schiene & Co. vor – ein Rekord!

Ein Grund zur Freude auch für Südwestfalen? Weiterlesen

Mehr Zukunftschancen statt weitere Stagnation

Von Christian Lindner

Bundesvorsitzender der Freien Demokraten und Vorsitzender von Landtagsfraktion und Landesverband der FDP NRW

Nullwachstum, rote Laterne, Stagnation: Die jährliche Berechnung des Wirtschaftswachstums durch die Statistikämter von Bund und Ländern hat im vergangenen Jahr endlich eine intensivere Debatte über die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in Nordrhein-Westfalen befeuert.

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Wettbewerbsfähige Unternehmen. Wettbewerbsfähiges Land!

Von Dr. Margarete Haase

Vorstandsmitglied der Deutz AG, Vorsitzende von kölnmetall

Wann eigentlich, wenn nicht jetzt? Unsere Wirtschaft erlebt den längsten Aufschwung seit Jahrzehnten. Noch nie gab es hierzulande mehr Arbeitsplätze. Für diese besondere Leistung in Nordrhein-Westfalen vor allem verantwortlich ist der Mittelstand. Er ist in der Tat das Rückgrat unseres Landes. Oft wird Nordrhein-Westfalen wirtschaftlich nur dann wahrgenommen, wenn über die großen Konzerne an Rhein und Ruhr berichtet wird. Dabei wissen nur wenige, dass kein anderes Land in der Republik so viele mittelständische Unternehmen hat wie NRW. Und dass es eigentlich dieses erfolgreiche Zusammenspiel zwischen Konzernen und Mittelstand ist, das NRW zu einem besonderen Standort macht.

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Starkes Ruhrgebiet. Starkes Land!

Von Bernd Tönjes

Moderator des Initiativkreises Ruhr, Vorstandsvorsitzender der RAG Aktiengesellschaft

„Starke Industrie braucht modernes Umfeld“ heißt ein Papier des Initiativkreises Ruhr (IR), mit dem wir einen Anstoß gegeben haben zu einer wichtigen Diskussion über die Rolle des Ruhrgebiets als Industriestandort. Der IR stellt sich damit gegen das Gerede vom postindustriellen Zeitalter. Er hat unmissverständlich deutlich gemacht: Die Unternehmen der Region wollen das Ruhrgebiet als einen wichtigen Industriestandort Deutschlands erhalten und weiter entwickeln. Die Diskussion über ein angeblich postindustrielles Zeitalter mögen andere führen. Wir setzen auf einen starken industriellen Kern in einer zukunftsorientierten Wirtschaft. In unserem Papier haben wir eine Reihe von Bedingungen aufgelistet, die erfüllt sein müssen, um diesen industriellen Kern zu erhalten und möglichst noch zu stärken. Es ist seitdem einiges in Bewegung gekommen.

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Boden gut machen

Von Garrelt Duin

Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen

Wir in NRW bauen kräftig am Internet. Es braucht aber auch die Dinge, um zu einem großen Wurf zu werden. Wir haben sie – was uns vor den meisten  anderen Ländern auszeichnet. Doch die Dinge sind nicht virtuell, sondern ganz herkömmlich aus Stein, Beton, Metall oder Kunststoff. Sie entwickeln sich und brauchen Platz.

Auch Platz haben wir. Genug. Aber leider können Industrie, Handwerk und Gewerbe oft nicht so ohne weiteres dort siedeln, wo es sich anbietet. Denn Stahlindustrie, Bergbau, Kokereien, Schokoladenfabriken, Textilfabriken, Brauereien oder auch das Militär haben über Jahrzehnte ihre tiefen Spuren im Sand hinterlassen.

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Wahljahr 2017: Starke Wirtschaft. Starkes Land!

Von Arndt G. Kirchhoff

Präsident von unternehmer nrw und CEO der Kirchhoff Holding GmbH und Co. KG.

Das Jahr 2017 beschert uns im Westen gleich zwei Wahlentscheide – im Mai in Düsseldorf und im September in Berlin. Wir werden zur Wahlurne gerufen in wahrlich turbulenten Zeiten – manch einer in unserem Land ist verunsichert. Wir stehen vor großen Herausforderungen: Die US-Wahl und ihre Auswirkungen, die unklaren Beziehungen zu Russland, Kriege im Nahen und Mittleren Osten, Terroranschläge auch in unserem Land, viele ungelöste große Themen in der EU und die Sorge um die Einheit des Kontinents, der Brexit, der Vormarsch des Populismus in vielen Ländern Europas. Die Lage ist ernster geworden, es steht viel auf dem Spiel. Ohne pathetisch werden zu wollen: Jetzt muss die Stunde der Demokratie schlagen. Es geht um unser Wertegerüst, das Menschenrechte achtet, Meinungsfreiheit garantiert und uneingeschränkt gelten muss, damit es unser aller Zukunft weiter prägen kann. Es muss auch die Stunde der Sozialen Marktwirtschaft sein, die Grundlage für unseren Wohlstand. Deshalb geht es jetzt darum, sich auf das zu konzentrieren, was wirklich wichtig ist.

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